Kompetenzverbund Kerntechnik tagt bei GRS in Köln

17.07.2017

Der Kompetenzverbund Kerntechnik hat am 13. Juli 2017 seine 33. Sitzung am Kölner Standort der GRS abgehalten. Der Verbund setzt sich aus Forschungsinstitutionen zusammen, die zu den Themen Reaktorsicherheit und nukleare Entsorgung forschen. Auch das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesforschungsministerium und das Bundesumweltministerium sind als fördernde Institutionen regelmäßig vertreten.

Eine der wesentlichen Zielstellungen des Verbundes ist es, zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des sicherheitstechnischen Knowhows in der Kerntechnik beizutragen. Auch wenn in Deutschland das letzte Kernkraftwerk im Jahr 2022 vom Netz geht, stehen für die Zukunft noch viele Aufgaben an. Die gesamte deutsche Kernkraftwerksflotte muss stillgelegt und rückgebaut werden. Die entstandenen Abfälle müssen sicher entsorgt werden. Und nicht zuletzt müssen Kompetenzen auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit erhalten und weiterentwickelt werden, um zukünftig die Sicherheit kerntechnischer Anlagen im benachbarten Ausland unabhängig bewerten zu können und sich international aktiv für die Erhöhung der kerntechnischen Sicherheit einzusetzen.

Ein spezielles Thema der 33. Sitzung war die konsequente Vernetzung der kerntechnischen Professuren an deutschen Hochschulen mit der in der Helmholtz-Gemeinschaft und der GRS durchgeführten Reaktorsicherheitsforschung. Die inhaltliche Abstimmung der universitären Lehre und Forschung mit der institutionellen Forschung sowie der Projektförderung ist entscheidend, um Studierende auf Master- und PhD-Niveau für eine qualifizierte Tätigkeit beispielsweise in der Industrie, den Behörden und Ministerien sowie in internationalen Institutionen auszubilden.  

Über den Kompetenzverbund Kerntechnik

Der Kompetenzverbund Kerntechnik setzte sich aus Forschungsinstitutionen zusammen, die zum Thema Reaktorsicherheit und Endlagerung forschen. Ständige Mitglieder sind folgende Institutionen:

  • Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ)
  • Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Kompetenzzentrum Ost für Kerntechnik (KOMPOst)
  • Universität Stuttgart, Materialprüfungsanstalt Stuttgart (MPA)

Ziel des im Jahr 2000 gegründeten Kompetenzverbundes ist es, Arbeitsteilung und Zusammenarbeit sowie den Kompetenzerhalt in der deutschen nuklearen Sicherheitsforschung zu fördern. Die regelmäßig veröffentlichten Berichte des Verbunds identifizieren aktuelle Frage- und Problemstellungen und dienen als Orientierungshilfe für die Planung und Koordination von Förder- und Ausbildungsmaßnahmen auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit.