Deutsch-französischer Integralcode ASTEC | GRS - Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH

Integralcode zur Bestimmung des Quellterms bei Kernschmelzunfällen für Primärkreislauf und Containment von Leichtwasserreaktoren

Gemeinsam mit ihrer französischen Partnerorganisation IRSN entwickelt die GRS seit 1996 den Integralcode ASTEC (Accident Source Term Evaluation Code). Eingesetzt werden soll ASTEC zu folgenden Zwecken:

  • zur Ermittlung möglicher radiologischer Freisetzungen aus dem Sicherheitsbehälter und angrenzender Gebäude
  • für Studien im Bereich der probabilistischen Sicherheitsanalyse Level 2 (PSA-2); einschließlich der Ermittlung von Unsicherheiten
  • für Unfallmanagementstudien zur Untersuchung von Möglichkeiten präventiver oder mitigativer Maßnahmen
  • zur Analyse von Szenarien, die das phänomenologische Verständnis verbessern
  • zur Begleitung von Experimenten

Deutsch-französischer Integralcode ASTECMitte 2002 wurde nach ASTEC V0 eine erste Version von ASTEC V1 an die Nutzer übergeben. Seit 2009 steht den Anwendern die Version ASTEC V2.0 zur Verfügung, die eine Reihe von Korrekturen und Verbesserungen enthält und sich speziell durch ein neues Modul zur Simulation der Kernzerstörungsprozesse auszeichnet.

Ausblick
Der deutsch-französische Integralcode ASTEC wird auch zukünftig gezielt weiterentwickelt und validiert. Insbesondere durch die Nachrechnung von Experimenten aber auch durch generische Anwendungsrechnungen wollen die Forscher den Entwicklungsbedarf von ASTEC für die Simulation der bei schweren Störfällen auftretenden Phänomene und Prozesse aufzeigen.