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Strahlenschutz

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© fotolia.com/ T. MichelDie GRS verfügt seit mehr als 30 Jahren über Kompetenz auf dem Gebiet des Strahlenschutzes. Ihre Arbeiten zum Schutz der Bevölkerung und des Personals vor radioaktiver Strahlung sind weit gefasst. Die Aufgaben des GRS auf den Fachgebieten im Strahlenschutz umfassen die Durchführung von Sicherheitsanalysen, die Erarbeitung von gutachterlichen Stellungnahmen für Bundes- und Länderbehörden sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Aufgabenspektrum
Im Mittelpunkt des sogenannten angewandten Strahlenschutzes stehen die Erfassung, Bewertung und die Optimierung der Strahlenbelastung von Personal, das aufgrund seiner Arbeit Strahlung ausgesetzt ist. Dies sind unter anderem Mitarbeiter von Kernkraftwerken, aber auch Mediziner und Piloten. Dieser klassische Bereich des Strahlenschutzes ist eng verbunden mit vielfältigen Fragestellungen der Strahlenschutztechnik, wie etwa der Dosimetrie.

Die Arbeiten im Fachgebiet Stilllegung umfassen vielfältige strahlenschutzrelevante Aspekte des Abbaus kerntechnischer Anlagen. Dazu gehören unter anderem Fragen zur Strahlenbelastung des Personals sowie das Abfallmanagement und die Freigabe von radioaktiven Stoffen.

Das Fachgebiet des Notfallschutzes umfasst den Notfallschutz außerhalb von kerntechnischen Anlagen zum Schutz der Bevölkerung. Dies betrifft Maßnahmen der Behörden, die Schnittstellen zwischen anlageninternem und externem Notfallschutz sowie spezielle Aspekte der nuklearspezifischen Gefahrenabwehr, d. h. Maßnahmen zum Schutz gegen sogenannte Nuklearkriminalität. Daneben betreibt die GRS ein Notfallzentrum für nukleare Stör- und Unfälle.

Das Erstellen von Transportsicherheitsanalysen für den Transport von radioaktiven Abfällen, abgebrannten Brennelementen von Medikamenten und sonstigen Gebrauchsgütern, die radioaktive Stoffe enthalten, ist ein weiteres wichtiges Fachgebiet der GRS.

Radiologische Konsequenzenanalysen für den Betrieb, den Störfall und den Unfall stellen ein weiteres Tätigkeitsfeld der GRS dar. Hier geht es um die Analyse möglicher Szenarien, bei denen radioaktive Stoffe in die Umwelt freigesetzt werden. Nachdem die Bedingungen der Freisetzung – also z. B. Art und Menge der freigesetzten radioaktiven Stoffe – bestimmt sind, wird mit Modellen der GRS die Ausbreitung dieser Stoffe in der Atmosphäre berechnet. Dabei werden unter anderem GRS-Simulationsprogramme eingesetzt, die auch komplexe meteorologische und topografische Bedingungen berücksichtigen.

Die Berechnungen der radiologischen Konsequenzenanalysen liefern die Ausgangsdaten für das Fachgebiet der Radioökologie. Hier wird über die Modellierung des Verhaltens radioaktiver Stoffe in der Umwelt die potenzielle Strahlenexposition berechnet. Ein weiterer Gegenstand der radioökologischen Untersuchungen der GRS sind Bewertungen von radioaktiven Altlasten und sogenannten NORM-Rückständen. Bei diesen Untersuchungen werden die Ergebnisse der Analysen durch Auswertungen umfangreicher theoretischer und experimenteller Untersuchungen ergänzt.