Temelin

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Die Fertigstellung der grenznahen Anlage Temelin führt zu vielfältigen sicherheitstechnischen Fragestellungen. Über mehrere Jahre hat die GRS Arbeiten zur Sicherheitsbewertung des KKW Temelin durchgeführt.
Die 1990 geschaffene und unter der Leitung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der tschechischen atomrechtlichen Aufsichts-und Genehmigungsbehörde SÚJB stehende Deutsch-Tschechische Kommission hat die Sicherheit der grenznahen Anlagen Isar und Temelin beraten.

Bereits in der Vergangenheit durchgeführte nationale und internationale Untersuchungen zu Kernkraftwerken vom Typ WWER-1000 haben zahlreiche Defizite und Verbesserungsnotwendigkeiten aufgezeigt. Die wesentlichen generischen Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden bei der IAEO in einem Bericht 1996 zusammengeführt.

Das BMUB und die Bayerische Staatsregierung haben die GRS beauftragt, die generelle Einschätzung des Sicherheitsstatus des Kernkraftwerks Temelin mit Bezug auf die bekannten Sicherheitsdefizite des Standard-WWER-1000 fortzuschreiben und fünf ausgewählte Sicherheitsfragen zu untersuchen. Mit diesen Untersuchungen wurden sieben der im IAEO Bericht angegebenen wichtigsten elf Sicherheitsfragen abgedeckt.

Aufgabe der GRS war es nicht, Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit zu treffen. Auch war es nicht die Aufgabe der GRS, die anforderungsgerechte Umsetzung der einzelnen Maßnahmen im tschechischen Genehmigungsverfahren bzw. in der Anlage zu überprüfen. Die Durchführung des Genehmigungsverfahrens und die Überwachung der vollständigen Erfüllung aller Genehmigungs-Voraussetzungen ist alleinige Verantwortung der für die nukleare Sicherheit in der Tschechischen Republik verantwortlichen Stellen.

Am 5. September 2000 fand ein bilaterales deutsch-tschechisches Treffen zwischen BMUB/BStMLU und SÚJB statt, auf dem die Ergebnissse der Bewertung von der GRS erläutert wurden. Diese Ergebnisse und zusätzliche Aussagen zu weiteren Stellungnahmen sind in dem Bericht zum KKW Temelin dargestellt.