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Untertagelabore

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In-situ-Untersuchungen in Untertagelaboren (UTL, engl. URL für Underground Research Laboratory) dienen der Erforschung des thermo-hydro-mechanischen und chemischen Verhaltens (THMC-Prozesse) unterschiedlicher Gesteinsformationen wie Steinsalz, Tonstein und Granit im Hinblick auf deren Eignung als potenzielle Wirtsgesteine für Endlager oder Untertagedeponien. Sie umfassen weiterhin Versuche zur Entwicklung von Dicht- und Versatzmaterialien sowie zur Überprüfung deren Eignung unter Einbeziehung von Wechselwirkungsreaktionen mit dem Gebirge.

Untertagelabore mit In-situ-Untersuchungen werden in unterschiedlichen Ländern und potenziellen Wirtsgesteinsformationen betrieben, zum Beispiel in Deutschland (Steinsalz), in der Schweiz (Granit, Tonstein), in Schweden (Granit), in Belgien (plastischer Ton) und in Frankreich (Tonstein). Das Endlagerforschungszentrum der GRS ist im Rahmen internationaler Zusammenarbeit mit europäischen Partnern, wie z. B. der NAGRA (Schweiz), SKB (Schweden), ANDRA (Frankreich), ENRESA (Spanien) und SCK-CEN (Belgien) unter Beteiligung der EU zur Zeit an In-situ-Forschungsvorhaben im Hard Rock Laboratory in Äspö (Schweden) sowie im Felslabor Mont Terri (Schweiz) beteiligt.

Die eigenen Arbeiten umfassen dabei folgende Themen:
- geoelektrische Untersuchungen der Aufsättigung von Bentonitbarrieren,
- Barriereintegrität des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs in Tonformationen,
- selbstdichtende Barrieren aus Ton/Mineralgemischen sowie
- THM-Prozesse im Nahfeld von Endlagern in Tonformationen.

Instrumentierungsarbeiten für einen in-situ-Versuch im Felslabor Mont Terri (CH) (Quelle: GRS)