Projekte Geothermie

Projekte Geothermie

Quelle: istockphoto.comAls Geothermie wird die Energie bezeichnet, die in Form von Erdwärme gespeichert ist. Gleichzeitig steht der Begriff Geothermie für die Nutzung von Erdwärme zur Strom- und Wärmeversorgung. Mit rund 19 Gigawattstunden (GWh) trug die Geothermie in Deutschland im Jahr 2011 rund 0,02 % zur gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bei (Quelle: Bundesumweltministerium 2012).

In Deutschland sind 19 Geothermieanlagen in Betrieb, die tiefe Geothermie (> 400 Meter Bohrtiefe) nutzen – 5 davon mit Anlagen zur Stromerzeugung. Oberflächennahe Geothermie (< 400 Meter Bohrtiefe) zur Deckung des Wärmebedarfs wird in etwa 265.000 Anlagen in Deutschland genutzt (Quelle: Bundesverband Geothermie 2012).

Produktions- und Injektionsbohrung (Quelle: Geox)Aufgaben der GRS
Die Geothermie gehört zu den jüngeren Aufgabenfeldern der GRS. Einen Schwerpunkt der Arbeiten der GRS bildet die Erforschung der Verfügbarkeit und Sicherheit geothermischer Anlagen.

Die Forscherinnen und Forscher setzen dabei ihr Wissen und ihre Erfahrung aus den klassischen Arbeitsfeldern wie z. B. der Anlagensicherheit oder dem Strahlen- und Umweltschutz ein. Vor allem die Erfahrungen aus der Endlagersicherheitsforschung zu physikalischen und chemischen Prozessen und Wechselwirkungen im tiefen Untergrund (z. B. zu salinaren Lösungen, hohen Temperaturen, Materialverhalten) haben eine große Relevanz für die Geothermie-Projekte.

Konkret arbeitet die GRS derzeit an folgenden vom Bundesumweltministerium geförderten Projekten:

  • GeoDat
  • GeoSys

    Bildquelle: © iStockphoto.com/ setixela, Geox