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Ziel der internationalen Zusammenarbeit der GRS ist es, zur größtmöglichen Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen weltweit beizutragen. Dies geschieht durch Mitarbeit in Arbeitsgruppen (z.B. in der IAEA oder OECD/NEA) und in Netzwerken. Ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch über die Entwicklung neuer Methoden und die Weiterentwicklung des Standes von Wissenschaft und Technik soll somit gewährleistet werden. Die wichtigsten Netzwerke und Initiativen der GRS sind ETSON (European Technical Safety Organisations Network) und EUROSAFE.
ETSON – Europäisches TSO-Netzwerk
Die ETSON-Association ist ein Netzwerk von technischen Sicherheitsorganisationen (TSO) aus Deutschland (GRS), Frankreich (IRSN) und Belgien (Bel V), Litauen (LEI), Finnland (VTT), Slowakei (VUJE) sowie der Tschechischen Republik (UJV), Japan (JNES) und der Ukraine (SSTC, assoziiertes Mitglied). Die TSO eines Landes unterstützt die nationalen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden in allen wissenschaftlich-technischen Fragen zur Sicherheit der Kernenergie.
Ziel von ETSON ist zum einen die Etablierung eines Forums für den freiwilligen Austausch über Bewertung, Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit. Zum anderen möchte ETSON einen Beitrag zur Förderung der Harmonisierung nuklearer Sicherheitspraktiken leisten und gemeinsame Forschungsprogramme zur nuklearen Sicherheit initiieren und durchführen. Im Jahr 2009 schuf ETSON 14 Expertengruppen (Expert Groups) für die Bearbeitung sicherheitsrelevanter Fragen sowie zur Erstellung gemeinsamer Richtlinien zur Sicherheitsbewertung (Safety Assessment Guidelines) und entsprechender technischer Anhänge (Technical Safety Assessment Guidelines).
EUROSAFE – Europäische Initiative für nukleare Sicherheit
Die EUROSAFE-Initiative ist ein internationales Netzwerk zur Diskussion sicherheitsrelevanter Fragen aus dem nuklearen Bereich. Es setzt sich aus Vertretern nationaler Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden und deren TSOs zusammen. Die zehn gegenwärtigen Mitglieder von EUROSAFE sind die sechs ETSON-Mitglieder GRS, IRSN, Bel V, LEI, ÚJV und VTT sowie die Behörden SSM (Schweden), CSN (Spanien), HSE (Großbritannien) und KFD (Niederlande).
Die EUROSAFE-Initiative veranstaltet einmal jährlich die internationale Fachtagung EUROSAFE Forum und veröffentlicht halbjährlich das Fachmagazin EUROSAFE Tribune. Die Tribune präsentiert die Inhalte des jeweils letzten EUROSAFE Forums sowie aktuelle internationale Beiträge zu spezifischen Themenschwerpunkten. EUROSAFE verfügt zudem über drei Arbeitsgruppen (Working Groups) für die fachliche Zusammenarbeit (Safety Assessment Guidelines, Research Needs, Knowledge Management). Fachlich und inhaltlich wird die EUROSAFE-Initiative durch das Programmkomitee (EPC) geleitet.
ENSTTI und ETSON Summer School
Die Partner von EUROSAFE und ETSON haben zwei Weiterbildungsprogramme ins Leben gerufen: ENSTTI – das European Nuclear Safety Training and Tutoring Institute – und die ETSON Summer School. ENSTTI verfolgt das Ziel, Kompetenzen aus Forschung und Entwicklung weiterzugeben und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit eines Training-on-the-job (Tutoring). Der Fokus der ETSON Summer School ist hauptsächlich darauf gerichtet, jungen Experten die Möglichkeit zu bieten, sich wissenschaftlich auszutauschen und kennenzulernen.
Bildquelle: "© iStockphoto.com/ Pgiam"