Deutsch-russische Kooperation zur Endlagerungforschung vereinbart

18.09.2019

Die GRS hat gemeinsam mit zwei deutschen Forschungsorganisationen mit dem nationalen russischen Vorhabensträger für die Endlagerung radioaktiver Abfälle (FSUE NO.RAO) und dem russischen Institut für nukleare Sicherheit (IBRAE RAS) eine Kooperationsvereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Endlagerung radioaktiver Abfälle unterzeichnet. Auf deutscher Seite sind neben der GRS die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und die BGE TECHNOLOGY GmbH beteiligt.

Außer der Zusammenarbeit bei der Erforschung der Entsorgung radioaktiver Abfälle vereinbarten die fünf Institutionen einen Erfahrungsaustausch hinsichtlich des Baus und Betriebs Endlagern. Als gemeinsames Projekt werden die Partner zusammen im Untertagelabor im sibirischen Felsmassiv Nizhnekanskiy zur Endlagerung im Granit forschen. Granit zählt auch in Deutschland neben Salz und Tonstein zu den drei möglichen Wirtsgesteinen für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Das Kooperationsabkommen wurde auf der zehnten gemeinsamen Koordinationssitzung des Bundeswirtschaftsministeriums und der Staatlichen Korporation für Atomenergie (ROSATOM) der Russischen Föderation unterzeichnet. Die Delegationen treffen sich seit 2001 alle zwei Jahre, um die gemeinsamen Arbeiten beider Länder auf den Gebieten der Reaktorsicherheits- und Endlagerforschung abzustimmen.