(GRS 062) Optimierung von Brandschutzmaßnahmen und Qualitätskontrollen in Kernkraftwerken

Autor: 
H. Brenig, H. Holtschmidt, H. Liemersdorf et al
Jahr: 
1985

Bei Kernkraftwerken sind über die konventionellen Ziele des Brandschutzes hinausgehende Schutzziele von Bedeutung. Weiterhin können übliche Brandschutzmaßnahmen aufgrund anlagenspezifischer Erfordernisse teilweise nicht eingesetzt werden, sondern sind durch andere Lösungen zu ersetzen. lnsofern wird bei Kernkraftwerken der Erfahrungsbereich des konventionellen Brandschutzes überschritten. Aus diesem Grund ist der Brandschutz in Kernkraftwerken seit Jahren Gegenstand eingehender Diskussionen in den regelgebenden Gremien.
Hier werden theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Beurteilung der Brandgefahren und zur Optimierung der Brandschutzmaßnahmen in deutschen Kernkraftwerken vorgestellt. Als besonders wichtiges Intrumentarium wurde die Brandgefahrenanalyse entwickelt. Dazu wurde die amerikanische Methode der Brandgefahrenanalyse (Fire Hazard Analysis) weiterentwickelt, damit die konsequente Redundanztrennung in deutschen Kernkraftwerken einbezogen und die Betonung der passiven baulichen Brandschutzmaßnahmen im deutschen Brandschutzkonzept berücksichtigt wird, vor allem aber brandspezifische Ereignisabläufe zeitabhängig darstellbar und quantifizierbar sind.