Forschungsministerium erteilt Zuschlag – GRS begleitet Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Versuchsanlagen

02.09.2020

Rückbau des Forschungsreaktors Jülich 1 "Merlin" (© Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH)

Die GRS wird auch in den kommenden Jahren das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei der „Projektbegleitung Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Versuchsanlagen“ unterstützen. In dieser Funktion prüft und bewertet die GRS Projektplanungen, -aktivitäten und -kosten der im Geschäftsbereich des BMBF liegenden Rückbau-/Entsorgungsprojekte. Ihr Portfolio umfasst dabei sowohl ein unabhängiges begleitendes Controlling als auch eine intensive wissenschaftlich-technische Begleitung. 

Der neue Vertrag sieht eine Laufzeit über vier Jahre sowie eine optionale Verlängerung um drei weitere Jahre vor. Der Vertragsgegenstand umfasst 21 Stilllegungs-, Rückbau- und Entsorgungsvorhaben in den Einrichtungen der Kerntechnischen Entsorgung Karlsruhe GmbH, der JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH sowie der Helmholtz-Zentren in Geesthacht und Berlin. Hierzu zählen neben verschiedenen Forschungs- und Prototypreaktoren, radiologischen Laboren und der Pilot-Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe auch Anlagen zur Abfallbehandlung und -konditionierung sowie Zwischenlager für radioaktive Abfälle. 

Die GRS als Projektträger

Die „Projektbegleitung Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Versuchsanlagen“ wird vom Projektträger der GRS durchgeführt. Projektträger unterstützen ihre Auftraggeber bei der Planung und Umsetzung von Fördermaßnahmen in Forschung, Innovation und Bildung. Der Projektträger GRS ist seit mehr als 40 Jahren erfolgreich auf diesem Gebiet aktiv. Dabei ist er auf Fördermaßnahmen und Projektmanagementaufgaben im Zusammenhang mit Fragen der nuklearen Sicherheit, Stilllegung und Entsorgung spezialisiert.

Für das BMBF setzt der Projektträger GRS zusätzlich zur oben genannten Projektbegleitung das Förderprogramm „FORKA – Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen“ um. Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist der Projektträger GRS mit der Umsetzung des Förderprogramms Reaktorsicherheitsforschung sowie mit der Forschungsförderung zu Auswirkungen verlängerter Zwischenlagerzeiten auf Abfälle und Behälter beauftragt.

Darüber hinaus unterstützt der Projektträger GRS seine Auftraggeber in der Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden, arbeitet in internationalen Organisationen und Gremien mit und koordiniert die Beteiligung deutscher Stellen an internationalen Forschungsvorhaben. Außerdem fungiert er als Nationale Kontaktstelle (NKS) EURATOM für den Bereich Kerntechnik und Reaktorsicherheit und übernimmt die Programmkoordination der NKS EURATOM. 

Die Zwischen- und Abschlussberichte der durch die GRS betreuten bzw. geförderten Vorhaben sind größtenteils frei verfügbar und können über die nachfolgend genannten Quellen abgerufen werden.

Weitere Informationen

>> Der Projektträger GRS 
>> Projektbegleitung Stilllegung, Rückbau und Entsorgung kerntechnischer Versuchsanlagen 
>> FORKA – Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen  
>> Fortschrittsberichte FORKA 
>> TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek 
>> Forschung für Reaktorsicherheit und Entsorgung 
>> Fortschritts- und Ergebnisbericht-Datenbank (GRS-FBW) für Forschungsvorhaben zur Reaktorsicherheit und Entsorgung