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Leichtwasserreaktor (LWR)

Bild: GRSLeichtwasserreaktoren sind Reaktoren, in denen sogenanntes leichtes Wasser als Kühlmittel und als Moderator eingesetzt wird. Leichtes Wasser bedeutet in diesem Zusammenhang normales gereinigtes, entsalzenes Wasser. Die Bezeichnung wird in Abgrenzung zu schwerem Wasser verwendet. Schweres Wasser enthält das schwere Wasserstoffisotop Deuterium. Während herkömmlicher Wasserstoff die Massezahl 1 hat, hat Deuterium die Massezahl 2 und ist somit doppelt so schwer und ein besserer Moderator als leichtes Wasser.

Brennstoff Uran-235
Leichtes Wasser bremst während der Moderation nicht nur die Neutronen für die Kernspaltung ab, es absorbiert auch gleichzeitig einen Teil der Neutronen. In Leichtwasserreaktoren muss deshalb der Brennstoff Uran -235 im natürlichen Uran angereichert werden. Durch die Anreicherung werden mehr Urankerne gespalten und damit auch mehr Neutronen erzeugt, so dass die Verluste durch die Absorption ersetzt werden können. Ohne Anreicherung – also mit Natururan allein – würde ein LWR heutiger Bauart nicht funktionieren.

Typen von Leichtwasserreaktoren
Alle derzeit betriebenen Kernkraftwerke in Deutschland arbeiten mit Leichtwasserreaktoren. Grundsätzlich unterscheidet man bei den LWR zwischen zwei Arten: Siedewasserreaktor (SWR) und Druckwasserreaktor (DWR).