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Strahlenpass

Strahlenpass (Bild: GRS)Kernkraftwerksmitarbeiter, Nuklearmediziner oder Piloten sind regelmäßig ionisierender Strahlung ausgesetzt. Um die Beschäftigten vor den Auswirkungen der Strahlung zu schützen, gelten u.a. gesetzlich festgelegte Grenzwerte. Sie legen fest, welche Dosis eine Person maximal erhalten darf. Die Einhaltung der Grenzwerte wird z.B. durch Messungen mit Dosimetern kontrolliert.

Wer in wechselnden Betrieben tätig wird, in denen ionisierende Strahlung vorkommt, muss darüber hinaus einen Strahlenpass besitzen. Dazu zählen z.B. Handwerker oder technische Prüfer in Kernkraftwerken.

Wozu ein Strahlenpass?
Der Strahlenpass ist ein gelbes Heft im A6 Format, das vor allem Angaben zur Person und bisherigen Dosis des Beschäftigten enthält. Der Beschäftigte legt dem jeweiligen Betrieb vor Beginn der Tätigkeit seinen Strahlenpass vor. Der Betrieb überprüft dann, dass durch die geplante Tätigkeit keine Grenzwerte überschritten werden können. Nach Ende des Einsatzes trägt der Betrieb die Dosis für den Beschäftigten in den Strahlenpass ein, die mit einem Dosimeter während der Tätigkeit gemessen wurde. Damit enthält der Strahlenpass nach Abschluss der Tätigkeit die aktuellen Informationen zur bisherigen Dosis.

Allgemeine Verwaltungsvorschrift Strahlenpass
Form und Inhalt des Strahlenpasses sind in einer eigenen Rechtsvorschrift geregelt: der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Strahlenpass. Hierin werden auch die Anforderung an die Registrierung und das Führen eines Strahlenpasses festgelegt. So muss der Strahlenpass beispielsweise vor Antritt der Beschäftigung vollständig geführt und bei der zuständigen Behörde registriert sein. Informationen zu ausgegebenen Strahlenpässen werden zentral beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erfasst.

Unterscheidung von einem Röntgenpass
Ein Strahlenpass ist von einem Röntgenpass zu unterscheiden. Letzterer enthält Informationen zu medizinischen Röntgenuntersuchungen. Er wird von dem behandelnden Arzt auf Wunsch des Patienten ausgestellt. Der Röntgenpass ist somit freiwillig, erfüllt aber denselben Zweck wie der Strahlenpass: Er soll einen Überblick über die Strahlenexposition seines Inhabers ermöglichen.