Chemieabfälle

Die untertägige Entsorgung von gefährlichen Abfällen spielt in Deutschland bereits seit 1972 (Inbetriebnahme der Untertagedeponie Herfa-Neurode) eine bedeutende Rolle, die bis in die 1990er Jahre sogar noch zugenommen hat. Genutzt wurden und werden für diesen Zweck allerdings ausschließlich Hohlräume, die durch vorangegangenen Gewinnungsbergbau entstanden und deshalb nicht immer für einen vollständigen Einschluss der abgelagerten Abfällen optimiert sind.

Aufbauend auf den jahrzehntelangen Erfahrungen in der Endlagersicherheitsforschung und speziell der Langzeitsicherheitsanalyse von Endlagern für radioaktive Abfälle untersucht die GRS deshalb auch die genaue Abfallzusammensetzung chemisch-toxischer Abfälle, mögliche geochemische und geotechnische Prozesse in einer Untertagedeponie, die Wirksamkeit technischer und geotechnischer Barrieren, spezifische Schadstofftransport- und Rückhalteprozesse im Deckgebirge sowie eventuelle Auswirkungen im Bereich der Biosphäre.

Um bereits vorhandenes Wissen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen zu bündeln, spielt auch die Entwicklung von Datenbankanwendungen eine große Rolle.

Die finanzielle Förderung dieser Arbeiten erfolgt in erster Linie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Forschungsschwerpunkte zur untertägigen Ablagerung von chemisch-toxischen Abfällen