(GRS-IRSN 3) Sicherheitszustand des Sarkophags

Autor: 
GRS, IRSN
Jahr: 
2005

In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Kernenergie. Die Explosion des Reaktors Nr. 4 vom Typ RBMK und der anschließende Brand im Reaktorkern führten zu einer erheblichen Freisetzung radioaktiven Materials in die Umwelt und zum Auswurf von brennstoffhaltigen Trümmern des Reaktorkerns in die Umgebung des Kraftwerks.

Der Reaktorunfall von Tschernobyl stellte die nationalen Regierungen Russlands, Weißrusslands und der Ukraine, aber auch die internationale Staatengemeinschaft vor eine Vielzahl von Fragen und Problemen. Die Regierungen Deutschland und Frankreichs und eine Reihe anderer westlicher Staaten boten der Ukraine bei verschiedenen Gipfeltreffen ihre Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung an, um eine möglichst schnelle Stilllegung des Kernkraftwerks Tschernobyl zu erreichen.