Notfallzentrum für nukleare Unfälle erhält Notstromdiesel

18.07.2013

(Köln, 18.7.2013) Am Freitag, den 19. Juli 2013, werden ab 7:00 Uhr in der Kölner Innenstadt Teile der Breite Straße und der Schwertnergasse gesperrt. Grund dafür ist die Anlieferung eines rund 4,5 Tonnen schweren Notstromdiesels für das Notfallzentrum der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS).

Das Notstromaggregat wird mithilfe eines Schwerlastkrans auf das Dach des Gebäudes der GRS in der Schwertnergasse gehoben. Von dort aus wird es das im Mai 2013 in Betrieb genommene neue Notfallzentrum im Falle eines Stromausfalls über 48 Stunden lang mit Strom versorgen können. Die Experten der GRS können so unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung die Lage während eines nuklearen Stör- oder Unfalls analysieren. Zuletzt war das Notfallzentrum während des Unfalls in Fukushima im Einsatz.

 

Blick in den Schichtleitungsraum des GRS-Notfallzentrums in Köln. Simulationsprogramme dienen im Fall eines Unfalls in einem Kernkraftwerk dazu, die Lage zu analysieren und Prognosen zum weiteren Unfallablauf zu erstellen. (Bild: GRS)Angetrieben von einem 280 PS starken Turbodiesel mit einer Tankkapazität von knapp 1.800 Litern kann der Generator des Notstromaggregats eine Leistung von rund 200 Kilowatt erzeugen. Damit produziert das Aggregat in 1,5 Stunden so viel Strom, wie ein deutscher Durchschnittshaushalt monatlich verbraucht. Die neue Notstrom-versorgung ergänzt die bereits installierte Batterieanlage des Notfallzentrums. Diese springt unmittelbar bei Stromausfall ein und gewährleistet so als „Puffer“ eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, bis der Notstromdiesel angelaufen ist und seine volle Leistung erreicht hat.
Das Notfallzentrum ist Bestandteil der Notfallorganisation, die die GRS im Auftrag des Bundesumweltministeriums rund um die Uhr bereithält. Den Kern bildet ein Notfallstab, der aus einem Team von rund 60 Experten unterschiedlicher Fachgebiete – beispielsweise Anlagentechnik, Unfallanalyse und Strahlenschutz – besetzt wird. Im Einsatzfall sammeln die Fachleute im Notfallzentrum Informationen zum Unfall, werten sie aus und erstellen Prognosen für zukünftige Entwicklungen.

 

Weiterführende Informationen
Pressemitteilung zur Einweihung des Notfallzentrums
Arbeiten der GRS zum Unfall in Fukushima

 

Pressekontakt
Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH
Sven Dokter
Tel: 0221/2068-654
E-Mail: Sven.Dokter [at] grs.de
www.grs.de