(GRS 219) Entwicklung eines thermodynamischen Modells für Zink, Blei und Cadmium in salinaren Lösungen

Autor: 
Sven Hagemann
Jahr: 
2013

Die Einwirkung von Wässern auf oberirdische und untertägige Abfalldeponien bzw. andere Alt- und Umweltlasten wie Bergbaurückstandshalden u. ä. kann eine Mobilisierung von Schwermetallen und anderen Schadstoffen verursachen. Als Folge kann es zu einer Gefährdung von Grund- und Trinkwasserressourcen kommen. Zur Abschätzung des Risikopotentials ist eine möglichst genaue Kenntnis der beim Wasserzutritt ablaufenden physikalischen und chemischen Prozesse notwendig. Hierzu bedarf es nicht nur qualitativer Erfahrungen über Reaktions- und Transportphänomene, sondern vielmehr qualitativ hochwertiger und durch Experimente und qualifizierte Abschätzungen abgesicherte Daten, die eine quantitative Prognose der Schadstoffmobilisierung erlauben. Ein umfassendes Systemverständnis bildet in Verbindung mit einem belastbaren Prognosemodell auch das Instrumentarium, mit dem Strategien zur Minimierung bzw. Vermeidung solcher Freisetzungen entwickelt bzw. optimiert werden können.