GRS-Jahresbericht 2013/2014

Autor: 
GRS
Jahr: 
2013 2014

In einer Zeit, in der wohl fast jede Organisation (und natürlich auch die GRS)es Interessierten ermöglicht, sich via Webseiten und Soziale Medien annährend»in Echtzeit« über ihre Aktivitäten zu informieren, mag ein Jahresbericht vielleichtschon anachronistisch wirken. Aber anders als der oft fragmentarische Blick typischerdigitaler Formate bietet ein solcher Bericht für uns die Möglichkeit, Ihnen Eigenschaften der GRS näher zu bringen, die sie aus unserer Sicht besonders machen: die enge und wechselseitig befördernde Verbindung von Forschungs- und Sachverständigentätigkeit und das erfolgreiche Zusammenwirken verschiedener Fachrichtungen.

Beispielhaft für diese Stärken sind etwa unsere Arbeiten zu den Chancen und Risiken von Partitionierung und Transmutation für die Entsorgung radioaktiver Abfälle; hier waren kerntechnische und -physikalische Expertise ebenso gefragt wie das Wissen um die Relevanz der entstehenden Reststoffe für die Endlagerung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Simulationsprogramme zur Reaktorsicherheit, von denen einige mittlerweile in fast 50 Ländern genutzt werden, hat die Anforderungen der gutachterlichen Praxis im Blick und nimmt immer wieder Erkenntnisse aus unserer langjährigen Auswertung von Ereignissen in Kernkraftwerken auf. Undauch die in diesem Bericht vorgestellte Erarbeitung von Methoden für Analyse und Nachweis der Langzeitsicherheit von Endlagern setzt Kompetenzen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und Ebenen voraus – vom Verständnis grundlegender hydraulischer, chemischer und mechanischer Prozesse bis zum langfristigen Verhalten eines komplexen Endlagersystems.

Besonders hinweisen möchten wir Sie schließlich auch auf das Kapitel zum Umweltschutz, das mittlerweile einen festen Platz in unseren Jahresberichten hat. Die Projekte, die wir Ihnen dieses Mal vorstellen – angefangen von Forschungsarbeiten für eine nachhaltige Wasserwirtschaft über unsere Arbeiten zur Tiefen Geothermie bis hin zur Unterstützung afrikanischer Staaten beim Umgang mit gefährlichen Abfällen – stehen exemplarisch für eines unserer wichtigsten Ziele für die Zukunft: die in über 35 Jahren Forschung und Entwicklung im nuklearen Bereich gewonnenen Kompetenzen für nachhaltige Lösungen zum Schutz von Mensch und Umwelt nutzbar zu machen. Hier dürfen Sie zukünftig noch mehr von uns erwarten. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an der GRS und wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!