(GRS 512) Weiterentwicklung eines Konzepts für Störfall-/Sicherheitsanalysen für die Betriebsphase eines Endlagers für radioaktive Abfälle - Bericht zum Arbeitspaket 1 - Sicherheitstechnische Bewertungen für Endlager am Beispiel Konrad

Autor: 
E. Hartwig-Thurat, A. Krischer, C. Richter, S. Uhlmann, T. Faß
Jahr: 
2018

Das Forschungsvorhaben 4715E03410 „Weiterentwicklung sicherheitstechnischer Bewertungen für Endlager mit Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung am Beispiel des Endlagers Konrad“ gliedert sich in die Arbeitspunkte AP 1 „Weiterentwicklung eines Konzepts für Störfallanalysen/ Sicherheitsanalysen für die Betriebsphase eines Endlagers für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik“ /HAR 18/ und AP 2 „Weiterentwicklung der Instrumente des Sicherheitsnachweises bzw. der Langzeitsicherheitsanalyse am Beispiel des Endlagers Konrad“ /LAR 18/. Der vorliegende Bericht enthält die Ergebnisse des Arbeitspunktes 1.

Im AP 1 des Vorhabens wurden zunächst die Anforderungen an eine Störfallanalyse zur Beherrschung von Betriebsstörungen und Störfällen nach dem Stand von Wissenschaft und Technik aufgearbeitet. Die Grundlagen und Methoden zur Bewertung von Störfällen wurden recherchiert und basierend darauf sowie angelehnt an die Vorgehensweisen in verschiedenen Ländern zur Störfallbewertung, ein Konzept für ein erweitertes Bewertungsschema für Störfälle aufgestellt.

Die Verwendung von Betriebserfahrung bildete den Schwerpunkt eines weiteren Arbeitspakets. Hier wurden zunächst Anforderungen zur Einbindung von Betriebserfahrung untersucht und mögliche Quellen aufgezeigt. Der Umgang mit Unsicherheiten gehört ebenfalls zu diesem Arbeitspaket und wurde analysiert, um letztlich mögliche Kriterien für die Bewertung von Daten zur Nutzung als Betriebserfahrung aufzustellen.

Die Aufarbeitung des Standes von Wissenschaft und Technik hat ergeben, dass die Probabilistik in der Störfallanalyse immer weiter in den Vordergrund rückt. Aus diesem Grund wurde die verstärkte Einbindung probabilistischer Instrumente in die vormals primär deterministisch basierte Störfallanalyse untersucht. Es wurde geprüft, welche Werkzeuge aus der probabilistischen Sicherheitsanalyse für Kernkraftwerke grundsätzlich für die Verwendung in der Störfallanalyse für Endlager in Frage kommen und wie sich diese möglicherweise in das Gerüst der Störfallanalyse integrieren lassen.

Ein weiteres Thema behandelt die Anforderungen an die Quelltermbestimmung und die radiologische Konsequenzenanalyse nach Stand von W&T.