(GRS 598) Forschungsvorhaben zu Auswirkungen der sich ändernden Randbedingungen im europäischen Verbundnetz auf die Betriebsweise deutscher Kernkraftwerke

Autor: 
R. Arians, H. Gatz, C. Lambertus, C. Quester, D. Sommer
Jahr: 
2020

Die Randbedingungen im europäischen Verbundnetz haben sich aufgrund diverser Entwicklungen, wie beispielsweise dem Zuwachs erneuerbarer Energien und der Liberalisierung des Strommarktes, seit einigen Jahren grundlegend verändert. Aus diesem Grund ist für deutsche Kernkraftwerke ein konstanter Leistungsbetrieb bei Nennleistung immer weniger möglich, stattdessen steigen die Anforderungen an die Flexibilität von deren Einspeisung in das europäische Verbundnetz. In diesem Vorhaben wurden die in deutschen Kernkraftwerken vorhandenen Maßnahmen zur flexiblen Einspeisung in das Verbundnetz betrachtet. Außerdem wurden Daten zum Verbundnetz aus diversen Quellen, wie beispielsweise Daten zu Redispatch-Maßnahmen, Daten zur erzeugten Leistung und Daten zu Verläufen der Netzfrequenz, hinsichtlich der Art und Häufigkeit netzstützender Maßnahmen ausgewertet. Des Weiteren wurden Auswirkungen des Einsatzes netzstützender Maßnahmen auf deutsche Kernkraftwerke betrachtet. Dabei wurde zum einen betrachtet, welche Austauschmaßnahmen in der Leittechnik deutscher Kernkraftwerke vorgenommen wurden. Zum anderen wurde untersucht, welche Systeme und Komponenten durch den flexiblen Betrieb möglicherweise höher belastet werden und ob der vermehrte flexible Betrieb bisher zu vermehrten Ausfällen dieser Systeme und Komponenten geführt hat.

Category: 
GRS-Berichte