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Tag der offenen Tür - Forschung live in Garching am 21. Oktober 2017

Am 21. Oktober 2017 ist es wieder soweit: Unter dem Titel „Forschung live.“ veranstaltet der Forschungscampus Garching seinen alljährlichen Tag der offenen Tür. Mehr als 30 universitäre Institute, wissenschaftliche Einrichtungen und forschende Unternehmen laden an diesem Tag dazu ein, mehr über ihre Forschung zu erfahren und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren direkt neben dem „Atomei“ auf dem Forschungscampus ansässig, wird die GRS auch in diesem Jahr wieder Interessierten durch Vorträge und Vorführungen einen Einblick in ihre Forschungsfelder und aktuelle Arbeiten bieten.

Das Programm der GRS

Im Mittelpunkt des Vortrags von Vera Koppers wird das stehen, was den Kern der Reaktorsicherheitsforschung bei der GRS ausmacht: die Entwicklung und Validierung von Simulationsprogrammen, mit denen das Verhalten eines Kernkraftwerks bei Stör- und Unfällen untersucht werden kann. Bis heute wurden Programme der GRS über 250 Institutionen in fast 40 Ländern zum Einsatz in der Forschung oder in Behörden und Sachverständigenorganisationen zur Verfügung gestellt. Das Spektrum der Phänomene, die mit den in der GRS entwickelten oder genutzten Programmen berechnet werden können, reichen dabei von neutronenphysikalischen Vorgängen im Inneren einzelner Brennstäbe bis hin zum Verhalten von Gebäudestrukturen unter äußeren Einflüssen wie Erdbeben.

Was ein Endlager für hochradioaktive Abfälle sicher machen und wie das jüngst gestartete Verfahren für die Suche nach einem Endlagerstandort ablaufen soll, wird Dr. Oliver Czaikowski vom Endlagerforschungszentrum der GRS in Braunschweig erklären. In einem weiteren Vortrag wird er außerdem mit VIRTUS das weltweit erste virtuelle Untertagelabor und seine Vorteile für die Endlagerforschung und die Standortauswahl vorstellen. Außerhalb der Vorträge werden Interessierte auch die Gelegenheit haben, in Vorführungen gemeinsam mit Dr. Czaikowski einen genaueren Blick auf das von der GRS entwickelte Programm und seine Anwendung zu werfen.

Nachdem das Thema auch im vergangenen Jahr auf reges Interesse gestoßen ist, wird Dr. Sebastian Weber auch in diesem Jahr wieder über den Unfall in Fukushima sprechen. In seinem Vortrag wird er erklären, wie der Unfall in den betroffenen Anlagen abgelaufen ist und was heute zu deren Zustand bekannt ist sowie ein Update zum aktuellen Stand der Arbeiten vor Ort bieten.

Zeitplan

Die Vorträge werden jeweils zwei Mal im Seminarraum der GRS in der Boltzmannstraße 14 gehalten:

11:15 – 12:00     Wie lassen sich Unfälle in Kernkraftwerken simulieren?
12:00 – 12:45     Wie soll ein Endlager funktionieren – und wie soll ein Standort gefunden werden?
12:45 – 13:30     Endlagerforschung: das virtuelle Untertagelabor VIRTUS
13:30 – 14:15     Was passiert(e) in Fukushima?

14:30 – 15:15     Wie lassen sich Unfälle in Kernkraftwerken simulieren?
15:15 – 16:00     Wie soll ein Endlager funktionieren – und wie soll ein Standort gefunden werden?
16:00 – 16:45     Endlagerforschung: das virtuelle Untertagelabor VIRTUS
16:45 – 17:30     Was passiert(e) in Fukushima?

Nach den einzelnen Vorträgen besteht jeweils ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen mit den Vortragenden.

Parallel zu den Vorträgen wird im "GRS-Erklärkino" eine Auswahl von Animationsvideos der GRS zu sehen sein. In den Videos, die auch auf dem YouTube-Kanal der GRS zu finden sind, werden grundlegende Phänomene und Begriffe und ihre Bedeutung im Alltag erläutert - von den Arten ionisierender Strahlung über Kernfusion und Kernspaltung bis zur Funktionsweise und Anwendungen von Röntgengeräten.    

Der Forschungscampus Garching

Der Forschungscampus Garching zählt zu den größten Zentren für Wissenschaft, Forschung und Lehre in Deutschland. Rund 6.000 Beschäftigte und rund 15.000 Studierende forschen in den naturwissenschaftlichen und technischen Forschungseinrichtungen vor Ort. Auf dem Forschungsgelände im Münchener Norden sind u.a. die Technischen Universität München, Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie zahlreiche weitere renommierte Institute und Unternehmen zu finden.

Weitere Informationen

www.forschung-garching.de
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