GRS-Workshop zur längerfristigen Zwischenlagerung von Brennelementen

15.06.2018

Vom 6. bis 8. Juni 2018 fand am GRS Standort in Garching ein dreitägiger Workshop zu Sicherheitsaspekten bei der längerfristigen Zwischenlagerung von bestrahlten Brennelementen statt. Zu der Veranstaltung mit dem Titel „Safety of Extended Dry Storage of Spent Nuclear Fuel“ konnten rund 60 Fachleute von 30 Instituten aus 10 Ländern sowie Vertreter der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEO) in Garching begrüßt werden.

Die Fachleute befassten sich schwerpunktmäßig mit technischen Aspekten, die für eine verlängerte Zwischenlagerung von Bedeutung sein können. Dabei standen insbesondere thermische sowie mechanische Belastungen und das Materialverhalten im Hinblick auf die Integrität der Inventare im Vordergrund, sowie eine Analyse der noch offenen technischen Fragen, die es durch Forschungsprogramme zu schließen gilt. Ebenso wurden auch organisatorische und Managementaspekte betrachtet. Da die verlängerte Zwischenlagerung eine internationale Fragestellung ist, lag der Fokus zwar auch auf deutschen Belangen, ansonsten bestand jedoch die Zielsetzung, ein internationales Netzwerk zu knüpfen, das wesentliche Informationen in diesem Bereich teilt. Im Vorfeld des GRS-Workshops fand dazu ebenfalls in der GRS am Standort Garching das zweitägige Treffen des Internationalen Subcommitees des Extended Storage Collaboration Program des Electric Power Research Institute statt.

Hintergrund Zwischenlagerung

Bestrahlte Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken werden nach der Nasslagerung getrocknet und in Transport- und Lagerbehältern verpackt (z. B. in sogenannten CASTOR® Behältern). Anschließend werden sie in Zwischenlagern aufbewahrt, bis ein geeignetes Endlager zur Verfügung steht. Die ursprünglich geplante Aufbewahrungsdauer von maximal 40 Jahren wird nicht in allen Fällen ausreichen. Eine sichere Zwischenlagerung muss auch für die verlängerten Zeiträume gewährleistet sein. Die GRS befasst sich im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Ministeriums für Wirtschaft und Energie in mehreren Vorhaben mit der Forschung zu Sicherheitsaspekten, die während der längerfristigen Zwischenlagerung von bestrahlten Brennelementen und anderen hochradioaktiven Abfällen relevant sind.