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Angewandter Strahlenschutz

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Quelle: GRSUm Mensch und Umwelt vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung zu schützen, müssen sowohl vielfältige technische als auch organisatorische Maßnahmen ergriffen werden. Im Bereich des angewandten Strahlenschutzes leistet die GRS hierzu unter anderem Beiträge zu den Themen radiologischer Arbeitsschutz und Strahlenschutztechnik.

Radiologischer Arbeitsschutz
Die Strahlenexposition von Personen, die beruflich mit radioaktiven Stoffen umgehen oder ionisierende Strahlung für industrielle oder medizinische Anwendungen nutzen, muss überwacht werden. Die Strahlenexposition muss unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen und so niedrig wie sinnvoll möglich sein. Als Beitrag hierzu wertet die GRS beispielsweise die berufliche Strahlenexposition des Personals in kerntechnischen Anlagen in Deutschland fortlaufend aus. Sie gewinnt hierdurch Erkenntnisse über Entwicklungen im innerbetrieblichen Strahlenschutz und bringt diese in die Weiterentwicklung des Strahlenschutzes ein. Sowohl national als auch international nimmt die GRS aktiv am Erfahrungsaustausch teil.

Strahlenschutztechnik
Die notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt sind stark von den eingesetzten Geräten und Techniken abhängig. So erfordert die ständig wachsende Zahl von Anwendungen ionisierender Strahlung in Industrie und Medizin eine kontinuierliche Anpassung der gesetzlichen Regelungen. Hierzu erarbeitet die GRS wissenschaftliche Grundlagen und unterstützt das Bundesumweltministerium (BMUB) bei der Anpassung und Entwicklung von Regelungen. Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Strahlenschutztechnik besteht darin, aktuelle technische Entwicklungen zur Dosimetrie zu verfolgen − wie beispielsweise den Einsatz von elektronischen Personendosimetern in gepulsten Feldern oder zur Strahlenschutzinstrumentierung in Kernkraftwerken.

Radiologische Bewertung von Vorkommnissen
Das Aufgabenspektrum im angewandten Strahlenschutz umfasst weiterhin die radiologische Bewertung von Vorkommnissen mit radioaktiven Quellen und ionisierender Strahlung sowie die Erarbeitung von Beiträgen zum Erhalt der Fachkompetenz auf dem Gebiet des Strahlenschutzes in Deutschland. Die GRS beschäftigt sich zunehmend mit Fragestellungen des Strahlenschutzes auf dem Gebiet der nicht-ionisierenden Strahlung und schafft so eine Verbindung zwischen ihren klassischen und neuen Aufgabenfeldern.