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Entsorgung

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Quelle: GRSBei der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung fallen radioaktive Abfälle an. Ein Siedewasserreaktor mit einer Leistung von 1.300 Megawatt produziert beispielsweise jährlich 45 m³ hochradioaktive Abfälle aus abgebrannten Brennelementen. Zusätzlich hinzu kommen etwa 50 m³ mittel- und schwachradioaktive Betriebsabfälle (z.B. defekte Geräte und Werkzeuge, Rohrleitungen, Filter und andere kontaminierte Gegenstände).

Neben der Kernenergie verursachen auch zahlreiche Anwendungen in Medizin, Industrie und Forschung radioaktive Abfälle. Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2040 in Deutschland rund 29.000 m³ hochradioaktive und etwa 270.000 m³ mittel- und schwachaktive Abfälle anfallen werden. Von den mittel- und schwachradioaktiven Abfällen werden nach aktuellen Prognosen rund 64 % aus Kernkraftwerken und der Industrie stammen. Die restlichen 36 % werden aus Medizin, Forschung und anderen Bereichen kommen, die mit radioaktiven Materialien arbeiten.

Aufgaben der GRS auf dem Gebiet der Entsorgung
Nach dem Atomgesetz sind Errichtung, Betrieb und Stilllegung von Endlagern für radioaktive Abfälle in Deutschland Aufgaben des Bundes. Wissenschaftlich-technische, ethische und wirtschaftliche Gründe sprechen dafür, dass eine dauerhafte Endlagerung in tiefen geologischen Formationen langfristig die beste Lösung für die Entsorgung radioaktiver Abfälle darstellt.

Die GRS unterstützt den Bund bei seiner Arbeit und ist mit Blick auf die Entsorgung radioaktiver Abfälle auf zwei Ebenen aktiv: zum einen in der vorsorgenden Endlagersicherheitsforschung im Endlagerforschungszentrum der GRS, zum anderen durch konkrete Endlagersicherheitsbewertungen im Rahmen behördlicher Genehmigungsverfahren. Dabei liegt die oberste Priorität darauf, die radioaktiven Abfälle dauerhaft von Mensch und Umwelt fernzuhalten. Internationaler Konsens besteht heute darüber, dass dieser Abschluss von der Biosphäre für hoch radioaktive Abfälle über mindestens eine Million Jahre hinweg gewährleistet sein muss.