Die vom BMWi im Jahre 1999 berufene Evaluierungskommission empfiehlt in ihrem Abschlussbericht "Nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung in Deutschland" vom Januar 2000 u. a. die Gründung eines Kompetenzverbundes zur fachlich-inhaltlichen Arbeitsteilung und arbeitsteiligen Zusammenarbeit in der Reaktorsicherheits- und Endlagerforschung.
Der Kompetenzverbund Kerntechnik trat erstmalig im März 2000 zusammen. Ihm gehören als ständige Mitglieder das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD), das Forschungszentrum Jülich (FZJ), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mit ihren jeweiligen Partner-Hochschulen sowie die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart (MPA) an. Die projektgeförderten Institutionen werden in dem Verbund durch die zuständigen Projektträger vertreten.
Das übergeordnete Ziel des Kompetenzverbundes Kerntechnik besteht in der fachlichen Aufgabenabstimmung der Reaktorsicherheits- und Endlagerforschung in Deutschland. Der Projektträger Reaktorsicherheitsforschung übernahm es, diese Aufgabenabstimmung in Zusammenarbeit mit den führenden Forschungseinrichtungen für die Reaktorsicherheitsforschung zu beschreiben. Für die Zeit bis 2006 wurde bei fachlich angemessener Detaillierung der Forschungsthemen die zugehörige Quantifizierung des wissenschaftlichen und technischen Personals vorgenommen.
Die Ergebnisse wurden in dem Bericht des Kompetenzverbundes Kerntechnik "Themen der nuklearen Sicherheits- und Endlagerforschung in Deutschland 2002-2006 Reaktorsicherheitsforschung" vom 9. Juli 2003 in deutscher und in englischer Sprache veröffentlicht. Dieser Bericht stellte fortan einen Leitfaden für die zukünftige Zusammenarbeit der deutschen Forschungseinrichtungen in der Reaktorsicherheitsforschung im Rahmen des Kompetenzverbundes Kerntechnik dar. Er wurde nun unter dem Titel "Themen der nuklearen Sicherheits- und Endlagerforschung in Deutschland 2007-2011, Reaktorsicherheitsforschung" für die Jahre 2007 bis 2011 fortgeschrieben sowie in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.