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Notfallschutz

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© Fotolia/ Kay HornDie Notfallvorsorge in Deutschland ist im kerntechnischen und radiologischen Bereich darauf ausgerichtet, bei Stör- und Unfällen radiologische Auswirkungen auf die Umgebung zu verhindern oder zu verringern. Diese Aufgabe wird zum einen durch die präventiven Planungen der Betreiber kerntechnischer Anlagen oder anderer Einrichtungen mit größeren Inventaren radioaktiver Stoffe über den anlageninternen Notfallschutzes erfüllt. Zum anderen planen die zuständigen Behörden auf regionaler, Landes- und Bundesebene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung außerhalb von Anlagen. Dieser Teil der Notfallvorsorge wird als anlagenexterner Notfallschutz bezeichnet.

Arbeiten der GRS für den anlagenexternen Notfallschutz
Die GRS unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit ihren Arbeiten zum anlagenexternen Notfallschutz. Die Tätigkeiten der GRS auf diesem Gebiet umfassen schwerpunktmäßig
•    die Planung, Durchführung und Auswertung von realitätsnahen Übungen,
•    die Schulung von Behördenmitarbeitern,
•    die Pflege und Weiterentwicklung von Unterstützungssystemen,
•    die fachliche Mitwirkung bei der internationalen Vereinheitlichung der Notfallschutzplanung sowie
•    der Aufbau einer eigenen Notfallorganisation mit einem rund um die Uhr erreichbaren Notfallstab.

Simulation von Notfallszenarien
Die Entwicklung von relevanten Szenarien für den anlagenexternen Notfallschutz stützt sich auf die interdisziplinäre Kompetenz der GRS im anlagentechnischen und radiologischen Bereich sowie auf die Erfahrungen aus der Planung von Maßnahmen. Dadurch können detaillierte und realitätsnahe Abläufe von Ereignissen in der Anlage über die potenziellen radiologischen Auswirkungen bis hin zu Reaktionen aus Bevölkerung und Öffentlichkeit simuliert werden.

Ebenso werden auch Szenarien für radiologische Notfälle im Bereich des Transports, der Handhabung radioaktiver Stoffe sowie Szenarien mit terroristischem Hintergrund betrachtet. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse dienen der Gestaltung von Übungen und fließen in die Weiterentwicklung von Maßnahmenkonzepten und Unterstützungssystemen ein. Darüber hinaus werden sie zur Erarbeitung international abgestimmter Kriterien und Verfahren zur Bewertung der Lage in einer radiologischen Notfallsituation verwendet.

Blick in den Arbeitsbereich der Schichtleitung des Notfallzentrums. Hier werden die Analysen der Fachstäbe koordiniert und zur Information des Bundesumweltministeriums zusammengefasst. (Quelle: GRS)GRS-Notfallzentrum und Notfallorganisation
Die GRS hat als Gutachter des Bundes und kompetente Institution in Deutschland auf dem Gebiet der Stör- und Unfallanalysen eine eigene Notallorganisation aufgebaut. Seit 2013 steht der GRS an ihrem Kölner Standort für diese Aufgaben ein eigenes Notfallzentrum zur Verfügung.

Die GRS unterstützt das Bundesumweltministerium und andere Institutionen im Falle von kerntechnischen Stör-und Unfallsituationen. Der GRS Notfallstab ist rund um die Uhr erreichbar bzw. arbeitsfähig. Der Notfallstab ist so organisiert, dass er jeweils Lage- und situationsabhängig zusammengesetzt werden kann.  Die Notfallorganisation nutzt hierbei alle zur Verfügung stehenden umfangreichen Informations- und Programmsysteme auf dem kerntechnischen Gebiet.