ANEMONA - Anlagenmonitoring für Geothermiekraftwerke

Die GRS untersucht im Geothermie-Forschungsprojekt ANEMONA (Anlagenmonitoring als Schlüsseltechnologie für den erfolgreichen Betrieb von Geothermiekraftwerken in Deutschland), wie Geothermiekraftwerke optimal überwacht werden können. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. entwickelt und erprobt die GRS gemeinsam mit ihren Projektpartnern EnBW und dem Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen neue Technologien des Monitorings. Aus den Ergebnissen des Vorhabens wollen die Forscher Handlungsempfehlungen für das Monitoring von Geothermieanlagen ableiten. Nach Projektende 2017 werden die Forschungsergebnisse in Form eines Berichts herausgegeben, der auch bereits konkrete Handlungsempfehlungen für die Betreiber enthalten soll.

Warum Monitoring für Geothermiekraftwerke? – Umweltschutz, Arbeitsschutz, Wirtschaftlichkeit
Das Monitoring wird benötigt, um Geothermiekraftwerke langfristig erfolgreich zu betreiben und dabei die Interessen der Umwelt, des Personals und der Betreiber zu berücksichtigen. Mit Monitoringsystemen lassen sich kontinuierlich Daten und Informationen erheben, die für den Kraftwerksbetrieb aber auch für Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen von Interesse sind. Wichtige Daten sollen in ANEMONA zum Beispiel auch aus den geförderten Thermalwässern gewonnen werden. Die Analyse dieser Thermalwässer soll Einblicke in geothermische Systeme und ihre Entwicklung gestatten.

Geothermieunternehmen liefert der Einsatz von Monitoringsystemen Hinweise auf die Produktivität einer Anlage. Frühzeitig können z.B. Ablagerungen an Anlagenteilen erkannt und Maßnahmen zur Optimierung des Betriebs ergriffen werden. Ablagerungen können die Wärmeübertragung in Anlagen verschlechtern. Da sich auch schwach-radioaktive Stoffe ablagern können, ist eine Überwachung der Ablagerungen auch aus Gründen der Arbeitssicherheit wichtig.

Arbeiten der GRS
GRS-Experten prüfen in ANEMONA, ob die Sensoren für den Einsatz in heißen, stark salzhaltigen Thermalwässern geeignet sind. Darüber hinaus entwickeln sie eine Messtechnik, mit der das natürlich vorkommende radioaktive Gas Radon kontinuierlich im Thermalwasser nachgewiesen werden kann. Die Messtechnik soll in Geothermiekraftwerken im Oberrheingraben erprobt werden. Zudem werden die Forscher das Wachstum von Ablagerungen dokumentieren. Dazu sollen bildgebende Verfahren eingesetzt und Messsensoren an Kontaminationsschwerpunkten angebracht werden.