Das Programmpaket EMOS - Ein Instrumentarium zur Analyse der Langzeitsicherheit von Endlagern
Comparison of safety assessments for spent CANDU or LWR fuels in repositories in rock salt
Radionuclide transport modelling - Performance assessment of repositories in clays
Comparison of long-term safety of repositories for spent CANDU or LWR fuels in hard rock
dieter [dot] buhmann
grs [dot] de (Dr. Dieter Buhmann)
Gemäß Atomgesetz erfolgt die Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland in tiefen geologischen Formationen. Dabei werden als mögliche Wirtsgesteine vor allem Salzgestein und Tongestein diskutiert, auf die sich die Forschungsarbeiten konzentrieren. In der Vergangenheit wurden aber auch Untersuchungen für Endlager in Granit durchgeführt.
Die Langzeitsicherheit von Endlagern beruht auf dem langzeitig wirksamen Einschluss der radioaktiven Abfälle im Endlager. Die Isolation der Abfälle von der Biosphäre wird dabei durch das Zusammenspiel von geologischen Standortbedingungen und dem daran anzupassenden Endlagerkonzept gewährleistet. Infolgedessen ist die Bewertung verschiedener Endlagerkonzepte eine wichtige Aufgabe.

Am Standort Braunschweig wurden Instrumentarien (Computercode EMOS) zur Langzeitsicherheitsanalyse für Endlager in den oben genannten drei Formationen entwickelt. Mit diesen Instrumentarien kann die Langzeitsicherheit aller bisher in Deutschland verfolgten Endlagerkonzepte bewertet werden. Bisher wurden sowohl generische Studien für Endlagerkonzepte im Salz, Granit und Ton durchgeführt als auch konkrete Projekte analysiert. Beispielsweise wurden für das Endlager Morsleben verschiedene Endlagerkonzepte in mehreren Iterationen mit langzeitsicherheitsanalytischen Methoden untersucht.
Diese Studien betreffen jeweils Konzeptbewertungen für eine einzelne Endlagerformation. Im Rahmen eines Forschungsprojektes (VERSI) wird versucht, eine Methode zu entwickeln, um einen Vergleich von Endlagerkonzepten zwischen verschiedenen Wirtsformationen zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studien wurden sowohl in Berichten als auch auf internationalen Konferenzen vorgestellt. Dabei wurden auch Vergleiche mit den Ergebnissen anderer Arbeitsgruppen, bzw. anderer Länder angestellt.