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Analysieren und Begutachten der Reaktorsicherheit

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© Fotolia / DOC RABE MediaDie GRS erforscht die Reaktorsicherheit nicht nur, sondern arbeitet auf diesem Gebiet auch als Sachverständiger. Ziel dieser Arbeit ist es, über Sicherheitsanalysen das Sicherheitsniveau deutscher Kernkraftwerke zu erhalten und weiter zu verbessern. Zunehmend ist die GRS dabei auch auf internationaler Ebene tätig.

Die Sicherheit der Reaktoren zu bewerten, stellt eine komplexe, interdisziplinäre Herausforderung dar, die vielfältige Kompetenzen erfordert. Im Tätigkeitsbereich Reaktorsicherheitsbewertung arbeiten deshalb Experten unterschiedlichster Disziplinen eng zusammen. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Begutachtung statt. Aufgrund der über dreißigjährigen Betriebserfahrung verfügt die GRS über fundierte Kenntnisse und erprobte Instrumentarien, um wichtige anlagenspezifische und anlagenübergreifende Fragestellungen beantworten zu können.

Gutachten, Stellungnahmen und Weiterleitungsnachrichten
Die GRS führt analytische Untersuchungen zu aktuellen sicherheitstechnischen Fragen durch. Sie erarbeitet Gutachten, Stellungnahmen, generische Berichte und Entscheidungsgrundlagen, die der wissenschaftlichen Fachberatung der Bundesaufsicht dienen. Die Bundesaufsicht, d. h. die Fach- und Rechtsaufsicht des Bundes über die von den Bundesländern wahrgenommene Atomaufsicht, wird durch das Bundesumweltministerium (BMUB) ausgeübt.

Eine wesentliche Aufgabe der GRS im Auftrag des BMUB ist das Erstellen sogenannter Weiterleitungsnachrichten. Mit ihnen informiert die GRS die deutschen Kernkraftwerksbetreiber und die Aufsichtsbehörden der Bundesländer über aktuelle sicherheitstechnische Erkenntnisse, die von allgemeiner Bedeutung für den sicheren Betrieb von Kernkraftwerken sind.

Thematisch lässt sich die Bewertung der Reaktorsicherheit in die Gebiete Anlagenkonzepte, Anlagensicherung, Anlagentechnik, AnlagenverhaltenAnlagenzuverlässigkeit sowie Elektro-  und Leittechnik unterteilen. Über die technischen Sachverhalte hinaus gewinnen zunehmend Untersuchungen an Bedeutung, die das Zusammenwirken von Mensch, Technik und Organisation (MTO) einbeziehen.