andreas [dot] pautz
grs [dot] de (Dr. Andreas Pautz)
Das Verhalten des Reaktorkerns und seiner Komponenten während des bestimmungsgemäßen Betriebes, aber auch unter Stör- und Unfallbedingungen sicherheitstechnisch zu analysieren, bildet eines der großen Arbeitsgebiete der Reaktorsicherheitsforschung der GRS.
Im Fachgebiet Kernverhalten arbeiten die Wissenschaftler an folgenden Aufgaben:
Anstöße für die Arbeiten in diesen Bereichen ergeben sich aus dem Erfahrungsrückfluss aus aktuellen Verfahren in deutschen und ausländischen Anlagen. Aber auch aus nationalen und internationalen Benchmarks und Kooperationen auf diesen Gebieten resultieren neue Forschungsaktivitäten.
Das Fachgebiet Kernverhalten gliedert sich in folgende, eng untereinander verzahnte Themen:
Simulationsprogramme zum Kernverhalten
Die GRS entwickelt, validiert und nutzt Programme und Rechencodes, mit denen Fragestellungen rund um das Brennstab- und Kernverhalten analysiert und begutachtet werden können.
Zum Beispiel werden Modelle zur Bestimmung des Kritikalitätsverhaltens entwickelt. Durch die Kopplung von thermohydraulischen Systemcodes mit 3-D-Kernmodellen werden Rechenprogramme für die Analyse von Transienten und Störfällen (z.B. für Reaktivitäts- oder Kühlmittelverluststörfälle) bereitgestellt. Mit den gekoppelten Rechencodes kann das vollständige Anlagenverhalten unter normalen Bedingungen und während Störfällen sehr genau simuliert werden.
Die Programme werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Rechenergebnisse werden aber z.B. auch in der Bundesaufsicht der Kernkraftwerke verwendet. Sie bilden die Grundlage zur Bewertung der Kernauslegung von Reaktoren auch im Hinblick auf weitere Erhöhungen von Leistung und Abbrand sowie für die Bewertung neuerer Hüllrohrwerkstoffe.