Chronologie 1986-2008:
Ereignisse um Tschernobyl
Deutsch-Französische Initiative:
Überblick über die drei Programme (Sarkophag, Radioökologie, Gesundheit) der Initiative
Bericht des Kurtschatov Institutes:
Zustand des havarierten Reaktors eine halbe Stunde nach der Zerstörung
Bildersammlung:
Der Unfall von Tschernobyl
Am Standort Tschernobyl sollten insgesamt 6 Blöcke des sowjetischen Reaktortyps RBMK-1000 errichtet werden. Beim RBMK handelt es sich um einen grafitmoderierten Siedewasser-Druckröhrenreaktor. Internationale Analysen zeigten deren Sicherheitsdefizite in Auslegung und Betrieb.
Zur Erinnerung
Das Kernkraftwerk Tschernobyl liegt in der Ukraine, unmittelbar am Fluss Pripjat. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren vier Reaktorblöcke des Typs RBMK-1000 mit einer Leistung von je 1000 MW in Betrieb. Die Explosion des Reaktors Nr. 4 am 26. April 1986 und der anschließende Brand im Reaktorkern führten zu einem erheblichen Ausstoß radioaktiven Materials in die Umwelt.
Nach dem Unfall wurde 1986 in aller Eile um den zerstörten Reaktorblock der sogenannte Sarkophag errichtet. Er soll die Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umgebung begrenzen und die im zerstörten Block befindlichen radioaktiven Stoffe sicher einschließen.
Am 15. Dezember 2000 wurde Block 3 als letzter Block des KKW Tschernobyl abgeschaltet (Block 2: Oktober 1991, Block 1: November 1996). Zur Vorbereitung der Stilllegung werden am Standort mit westlicher Unterstützung die notwendigen Entsorgungseinrichtungen geschaffen. Die Stabilisierung des Sargophags schreiten voran, eine neue Schutzhülle wird vorbereitet (Shelter Implementation Plan (SIP)).
Die G7, die EU und Ukraine haben einen Aktionsplan zur Unterstützung der Stilllegung von Tschernobyl vereinbart. Weitere Aktionen sind der Shelter Implementation Plan und die Deutsch-Französische Initiative (DFI). Die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Arbeiten sind im bilateralen Tschernobyl Aktionsprogramm (TAP) zusammengefasst.