Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG)

Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG)

GorlebenIn Deutschland steht seit den 1970er Jahren der Salzstock Gorleben als möglicher Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle zur Diskussion. Seitdem haben Wissenschaftler den Salzstock ober- und unterirdisch erkundet.

Wie aber ist der aktuelle Wissensstand zu Gorleben? Könnte im Salzstock Gorleben ein sicheres Endlager errichtet und betrieben werden? Und falls ja, unter welchen Voraussetzungen? Antworten auf diese Fragen soll eine vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderte Studie der GRS liefern: die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben (VSG). Da zur Durchführung der VSG Wissen verschiedener Fachdisziplinen nötig ist, bearbeitet das Endlagerforschungszentrum der GRS das Projekt zusammen mit verschiedenen Projektpartnern.

Aufgaben und Ziele der vorläufigen Sicherheitsanalyse
Ziel des Vorhabens ist es, vor dem Hintergrund der bisherigen Erkenntnisse eine nachvollziehbare Einschätzung abzugeben, ob und gegebenenfalls unter welchen Umständen ein sicheres Endlager am Standort Gorleben möglich ist. Neben der Zusammenfassung der vorliegenden Forschungsergebnisse ist es ein zentrales Anliegen, den zukünftigen Forschungs- und Erkundungsbedarf zu identifizieren und Endlagerkonzepte zu erstellen. Der Projektablauf und die Ergebnisse der Studie werden an dieser Stelle dokumentiert.

Warum handelt es sich um eine „vorläufige“ Sicherheitsanalyse?
„Vorläufig“ ist die Analyse, da sie lediglich eine Eignungsprognose auf heutigem Wissensstand darstellt und deshalb auch nicht die Nachweisführung in einem möglichen späteren Planfeststellungsverfahren ersetzt. Nach dem Atomgesetz ist ein solches Planfeststellungsverfahren vor dem Bau eines Endlagers für radioaktive Abfälle durchzuführen. Diese sogenannte „Einrichtung eines Endlagers“ ist eine Aufgabe des Bundes. Zuständig ist hier das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Nach der Analyse ein „Peer Review“
Nach Abschluss der Studie wird das BMU die Ergebnisse durch ein Team internationaler Experten bewerten lassen. In diesem sogenannten Peer-Review wird dann geprüft, ob die Studie und ihre Ergebnisse dem internationalen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen.