(GRS-786) Pilotstudie für ein System zur strukturierten Informationsverfolgung und -bewertung für die Prognose bzw. Abschätzung von Freisetzungen im Notfallzentrum der GRS

A. Rempel, F. Drever, I. Petermann

Förderkennzeichen 3622S62586

Der Bericht untersucht Möglichkeiten, die Informationsverfolgung und -bewertung im GRS-Notfallzentrum weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt steht das Team Strahlenschutz, das bei nuklearen oder radiologischen Notfällen Informationen zur radiologischen Lage und zu möglichen Freisetzungen auswertet. Ziel ist es, die Qualität von Ereignisrekonstruktionen und Plausibilitätsbewertungen durch eine systematischere Bewertung der verfügbaren Informationen zu unterstützen. 

Dazu werden die Arbeitsprozesse anhand zweier Notfallübungen sowie dreier realer Ereignisse analysiert. Betrachtet werden insbesondere die Zugänglichkeit, Relevanz, Glaubwürdigkeit, Vollständigkeit und Eindeutigkeit sowie die Kohärenz von Informationen. Ergänzend werden Ansätze aus dem Informations- und Qualitätsmanagement, der Forensik, der Quellenkritik und dem Journalismus daraufhin untersucht, inwieweit sie sich auf die Arbeit im Notfallzentrum übertragen lassen.

Auf dieser Grundlage entwickelt der Bericht Ansätze für eine strukturierte Informationsverfolgung und -bewertung. Dazu gehören unter anderem Check- und Fragenlisten zur Beurteilung von Relevanz, Glaubwürdigkeit und Informationsqualität sowie Vorschläge für eine bessere Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Informationen, Annahmen und Schlussfolgerungen.