G7-Partnerschaft: GRS unterstützt Ukraine bei der Umsetzung von Sicherungsmaßnahmen

23.12.2019

Seit 2015 koordiniert die GRS im Auftrag des Auswärtigen Amtes Projekte zur Verbesserung des physischen Schutzes an den ukrainischen Kernkraftwerksstandorten Rivne und Süd-Ukraine. Um sich einen Überblick über den Fortschritt der Arbeiten am Standort Südukraine zu verschaffen, besuchte die deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, Ende November das Kraftwerk Süd-Ukraine. Der Generaldirektor des KKW-Standortes, Vladimir Lisnichenko, informierte die Gäste der Botschaft, Mitarbeiter des Kraftwerks und Vertreter von Partnerfirmen über den Umsetzungsstand der Sicherungsprojekte vor Ort. Zudem konnte während des Besuchs der Neubau eines Fahrzeugkontrollpunktes eingeweiht werden. Die GRS war mit ihrem technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführer, Uwe Stoll, und dem dreiköpfigen Projektteam vertreten.   

Symbolische Eröffnung des neuen Fahrzeugkontrollpunktes am Kernkraftwerksstandort Süd-Ukraine durch die deutsche Botschafterin in der Ukraine, den Generaldirektor des KKW und den Stabschef der Nationalgarde der Ukraine (v.l.n.r.) (Foto: SUNPP)

Sicherungsmaßnahmen am KKW Süd-Ukraine

Am Kernkraftwerksstandort Süd-Ukraine werden mit deutscher Unterstützung Verbesserungen des physischen Schutzes an der äußeren Umschließung des Kraftwerks umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Erneuerung von Zutrittskontrollpunkten für Personen, Fahrzeuge sowie die Eisenbahn und die Erneuerung von Teilen der Doppelzaunanlage. Die hierfür benötigte Sicherungstechnik – wie beispielsweise gegen Beschuss geschützte Wachkabinen, modulare Wachgebäude, Durchfahrschutzeinrichtungen, Zaunanlagen sowie Beleuchtung – wird mit Finanzmitteln des Auswärtigen Amts bei europäischen und deutschen Firmen beschafft und von diesen geliefert. Die Kosten für die erforderlichen Abriss-, Bau- und Montagearbeiten werden von ukrainischen Partnern getragen.

Globale Partnerschaft – G7

Die Arbeiten der GRS an den Kraftwerksstandorten Rivne und Süd-Ukraine finden im Rahmen des Programms der Globalen Partnerschaft G7 statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der großen Industrienationen, um das Risiko der Verbreitung von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Waffen zu verringern.

Die GRS koordiniert im Auftrag des Auswärtigen Amtes die finanziellen Mittel, mit denen die Bundesrepublik Deutschland die Verbesserung der nuklearen Sicherung an den Standorten Rivne und Süd-Ukraine unterstützt. Die GRS ist dabei als Durchführungsorganisation beauftragt. Sie prüft und plant den Bedarf an Sicherung und Ausrüstung in den ukrainischen Kernkraftwerken und gleicht ihn mit den Empfehlungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ab. Die GRS bewertet alle von der Ukraine vorgeschlagenen Maßnahmen und berät das Auswärtige Amt bei der Entscheidung, welche Mittel bewilligt werden.