Castor-Transport: GRS veröffentlicht Strahlungswerte

22.11.2011

(Köln, 22.11.2011)  Die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) stellt auf ihrer Website Messdaten über die Strahlung der Castor-Behälter bereit, die in dieser Woche aus der Wiederaufarbeitungsanlage im französischen La Hague zum Transportbehälterlager in Gorleben transportiert werden sollen.

 

Die der GRS zur Verfügung gestellten Daten stammen aus Messungen des französischen Betreibers, die auf Veranlassung des niedersächsischen Innenministeriums durchgeführt und von Gutachtern des niedersächsischen Umweltministeriums überwacht wurden. Sie wurden der GRS zur Auswertung im Rahmen eines Forschungsvorhabens des Bundesumweltministeriums übergeben.

 

Weitere Messungen wurden am 18. November in Frankreich durch die französische Umweltorganisation ACRO und die französische Sachverständigenorganisation IRSN vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Messungen, die von Greenpeace begleitet wurden, bestätigen die der GRS vorliegenden Daten.

 

Die aktuellen Strahlungswerte entsprechen insgesamt in etwa denen des letzten Castor-Transports im November 2010. Lediglich bei einem der Behälter wurde eine Dosisleistung gemessen, die geringfügig über dem höchsten Messwert in 2010 liegt. Entscheidend für die Höhe der Strahlendosen, die die beim Transport anwesenden Personen erhalten, sind die jeweilige Dauer des Aufenthalts und die Entfernung zu den Behältern. Legt man die hierzu aus den vergangenen Transporten verfügbaren Informationen und die vorliegenden Messwerte zugrunde, so ist auch für den bevorstehenden Transport mit einer deutlichen Unterschreitung der  gesetzlichen Dosisgrenzwerte zu rechnen. Der Grenzwert  für die Bevölkerung und das Begleitpersonal beträgt 1 Millisievert pro Jahr. Für sogenannte beruflich strahlenexponierte Personen gilt ein Grenzwert von 20 Millisievert pro Jahr.  

 

Die Messdaten und weitere Informationen sind unter http://www.grs.de/content/strahlungswerte abrufbar.    

 

Pressekontakt:

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