(GRS 232) Modelling of Corrosion-Induced Processes in Emplacement Boreholes and Drifts

Autor: 
Rolf-Peter Hirsekorn, Dirk-Alexander Becker
Jahr: 
2008

Es gibt eine Anzahl verschiedener physikalischer und chemischer Effekte, die im Nahfeld eines untertägigen Endlagers mit Stahlbehältern auftreten können. Solche Behälter korrodieren unter dem Einfluss von Feuchtigkeit sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit von gasförmigem Sauerstoff. Während bei einer Tonformation die Wiederaufsättigung des Wirtsgesteins mit Wasser die normale Entwicklung darstellt, wird von einem Endlager im Salz erwartet, dass es trocken bleibt. Ein Lösungszutritt kann jedoch auch
hier nicht völlig ausgeschlossen werden. Darüber hinaus gibt es immer eine gewisse Restfeuchte im Salzversatz. Deshalb sollte angenommen werden, dass in allen Fällen genügend Wasser für die Eisenkorrosion verfügbar ist.
Es gibt zwei Arten von Eisenkorrosion. Der aerobe Eisenkorrosionsprozess läuft in Anwesenheit von Wasser ab, ohne dieses zu verbrauchen. Bei der anaeroben Eisenkorrosion wird Wasser verbraucht und Wasserstoffgas erzeugt, dabei entsteht Magnetit.