© iStock/BlackJack3D
Wassermoleküle formen Wasserstoff

Gemeinsam für den sicheren Einsatz von Wasserstofftechnologie

Forschungseinrichtungen, Bundesanstalten und Fachorganisationen gründen Nationale Allianz für Wasserstoff-Sicherheit (NAWS).

Gemeinsam mit anderen führenden deutschen Forschungseinrichtungen und Fachorganisationen hat die GRS die Nationale Allianz für Wasserstoff-Sicherheit (NAWS) ins Leben gerufen. Ziel der Allianz ist es, wissenschaftlich fundierte Standards für den sicheren Umgang mit Wasserstoff, wie er beispielsweise in Elektrolyseuren, Brennstoffzellen, Wasserstoffspeichern oder Power-to-Gas-Anlagen genutzt wird, zu entwickeln.  

Neben der GRS gehören die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Forschungszentrum Jülich, die Fraunhofer‑Gesellschaft, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) der Allianz an.

Fachübergreifende Zusammenarbeit für Wasserstoffsicherheit 

Die in der NAWS zusammengeschlossenen Institutionen bringen dabei ihre jeweilige Expertise zu unterschiedlichsten Aspekten der Wasserstoffsicherheit ein. Neben physikalisch-chemischen Phänomenen – wie etwa zu Freisetzung oder Materialverhalten – bündelt die Allianz damit beispielsweise auch Wasserstoff-Know-how mit Blick auf Arbeitsschutzmaßnahmen, Regelwerke und Risikoanalysen. Im Rahmen der NAWS soll dieses breite Wissen unabhängig von wirtschaftlichen Interessen zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel in Form von gemeinsamer Forschungsarbeit.  

Zudem planen die Partner, dass Forschungsergebnisse aufbereitet und daraus Empfehlungen für Behörden, Berufsgenossenschaften, Feuerwehren, Medien und die interessierte Öffentlichkeit erarbeitet werden.  

Aufgaben der GRS  

Die GRS bringt insbesondere ihre Kenntnisse zur wissenschaftlich-technischen Bewertung von Risiken und Sicherheitsmaßnahmen ein, etwa wenn es um die Analyse explosions- und freisetzungsrelevanter Szenarien in komplexen Wasserstoffsystemen geht. Dabei kann sich die GRS beispielsweise auf Erkenntnisse aus dem EU-Projekt NPHyCo beziehen, in dem Fachleute prüften, wie der Anschluss eines Wasserstoff-Elektrolyseurs an einem Kernkraftwerksstandort sicher erfolgen kann. Auch bei der Aufbereitung verständlicher Leitfäden und Handlungsempfehlungen verfügt die GRS über umfangreiche Erfahrung durch die Arbeiten im Projekt PORTAL Green.