Auswahl aktueller Projekte
Wir haben eine Auswahl an Projekten aus unseren Themengebieten Reaktorsicherheit, Stilllegung und Rückbau, Zwischenlagerung, Endlagerung, Sicherung, Strahlenschutz und Umwelt und Energie zusammengestellt, damit Sie sich einen Eindruck machen können, wie unsere Arbeit als Forschungs- und Gutachterorganisation konkret aussieht.
Die GRS unterstützt das Bundesumweltministerium bei seiner Tätigkeit im internationalen Strahlenschutz und der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle in Osteuropa, Zentralasien und auf dem Balkan.
Für die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle kommen in Deutschland die Wirtsgesteine Steinsalz, Tonstein und kristallines Gestein in Betracht. Während in Steinsalz ein dauerhaft trockener Einschluss erwartet wird, können in Ton- und Kristallingestein sogenannte Tiefenwässer – also salzhaltige Lösungen im Untergrund – an die Abfallbehälter gelangen. Dieser Prozess wird bei der Planung und Auslegung eines zukünftigen Endlagers berücksichtigt.
Die Wasserstoffwirtschaft gilt als ein wesentlicher Akteur bei der Umsetzung der Energiewende. Damit der Ausbau des Wasserstoffnetzes gelingen kann, müssen Elektrolyseanlagen, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff umwandeln, nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch sicher und zuverlässig betrieben werden können.
Egal, ob ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland im Kristallin, im Steinsalz oder im Tongestein umgesetzt werden wird, für das jeweilige Wirtsgestein muss ein geeignetes Endlagerkonzept entwickelt werden. Ein wesentlicher Bestandteil eines solchen Endlagerkonzeptes ist der Endlagerbehälter. Bei der Entwicklung von Endlagerbehältern müssen unter anderem Kriterien wie Handhabbarkeit, Einschlussvermögen und Abschirmung beachtet werden.
Fachleute der GRS arbeiten mit Verbundpartnern in einem durch das Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsprojekt daran, das Wissens- und Projektmanagement im Bereich Rückbau- und Genehmigungswesen zu verbessern und die Prozessführung mit praxisnahen Lösungen auf heutige Gegebenheiten anzupassen. Konkret werden eine hybride Lernplattform mit Virtual- und Augmented-Reality-Elementen für die Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal, eine KI-basiertes System für ein rückbauspezifisches Wissensmanagement und eine digitale Plattform für Genehmigungsprozesse entwickelt.
Sogenannte Small Modular Reactors (SMR) oder auch Micro Modular Reactors (MMR) werden derzeit von vielen Ländern für eine CO2-arme Energieerzeugung in Betracht gezogen – auch bei unseren direkten Nachbarn wie Frankreich, Polen oder Tschechien. Aufgrund der räumlichen Nähe benötigt Deutschland fachliche Kompetenz in diesem Themengebiet. Einerseits, um offene sicherheitstechnische Fragen zu klären und andererseits, um diese Konzepte eigenständig analysieren und bewerten zu können – zum Beispiel, wenn es zu einem Ereignis in einer grenznahen Anlage kommt.
Die GRS hat zusammen mit der DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH und dem Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im Verbundprojekt „PORTAL GREEN II“ Leitfäden zu genehmigungsrechtlichen und technischen Aspekten der Umstellung des Erdgasnetzes auf Wasserstoff entwickelt.
Das Strahlenschutzgesetz sieht vor, dass der Bund für radiologische Notfälle Pläne zum Schutz der Bevölkerung ausarbeiten muss. Während ein allgemeiner, übergreifender Notfallplan die grundsätzlichen Regelungen zusammenfasst, sind in den besonderen Notfallplänen Regelungen für spezielle Bereiche des Lebens festgehalten. GRS-Fachleute unterstützen das Bundesumweltministerium derzeit dabei, diese besonderen Pläne zu erstellen.
In der Abteilung Strahlen- und Umweltschutz befassen sich Kolleginnen und Kollegen in einem Forschungsprojekt mit der Frage, mit welchen Analysemethoden sich am effektivsten radioaktive Verunreinigungen in Radiopharmaka nachweisen lassen.
Viele Länder versprechen sich, dass Small Modular Reactors (SMR) ihren Teil dazu beizutragen, sich bei der Stromerzeugung von fossilen Energieträgern unabhängiger zu machen. Die meisten SMR-Konzepte stecken allerdings noch in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Während sicherheitstechnische Aspekte bereits ab den ersten Ideenskizzen eine Rolle spielen, werden Maßnahmen zur Sicherung (erforderlicher Schutz gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter (SEWD)) oftmals nur nachrangig berücksichtigt. Die GRS beschäftigt sich daher in einem gerade angelaufenen Forschungsprojekt damit, welche Merkmale der Sicherung und der IT-Sicherheit verschiedene SMR-Konzepte aufweisen und inwiefern sich Sicherungsanforderungen und -konzepte von konventionellen kerntechnischen Anlagen auf SMR übertragen lassen. Dadurch will die GRS Fachwissen aufbauen und offene Fragestellungen bei der Anwendung bestehenden Regelwerks identifizieren.