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GRS veröffentlicht neue Version ihres Programmpaketes AC²
Der Reaktorunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi jährt sich am 11. März 2026 zum 15. Mal. Vor Ort laufen die Arbeiten zur Stilllegung der zerstörten Reaktorblöcke weiter. In den vergangenen Monaten lag der Fokus unter anderem auf der mittlerweile zweiten Bergung von Kernschmelzfragmenten aus dem Sicherheitsbehälter von Block 2. Parallel dazu wurden seit April 2025 sieben Chargen tritiumhaltigen Wassers in den Pazifik eingeleitet. Anlässlich des Jahrestages geben wir hier einen Überblick zu diesen und weiteren Arbeiten am Standort.
In unserer fünfteiligen Fukushima-Reihe anlässlich des 10. Jahrestages beschäftigen wir uns heute mit den Rückbauarbeiten. Der Rückbau eines Kernkraftwerks (KKW) ist ein langwieriger Prozess.
Wieder einmal jährt sich am 11. März der Reaktorunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi. Noch immer sind jeden Monat mehrere tausend Arbeiter auf dem Anlagengelände tätig – in erster Linie, um den Rückbau der zerstörten Reaktoren vorzubereiten. Anlässlich des Jahrestages blicken wir in diesem Beitrag auf die wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen des letzten Jahres zurück.
Koordiniert von der Kernenergieagentur der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD/NEA) wurde ein neues internationales Forschungsvorhaben zur weiteren Untersuchung der Unfallabläufe in Fukushima Daiichi ins Leben gerufen. Gemeinsam mit 21 Institutionen aus 11 Ländern wird auch Deutschland, vertreten durch die GRS, am Projekt "Analysis of Information from Reactor Buildings and Containment Vessels of Fukushima Daiichi NPS“ (ARC-F) beteiligt sein. Geleitet wird das auf drei Jahre angelegte Vorhaben von der japanischen Atomenergieagentur (Japan Atomic Energy Agency - JAEA).
Am 15. April 2023 werden die letzten Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Damit endet nach mehr als 60 Jahren die Geschichte der Stromproduktion aus Kernkraft: Im Juni 1961 speiste das Versuchsatomkraftwerk Kahl erstmalig mittels Kernenergie erzeugten Strom in das westdeutsche Verbundnetz ein; mit dem Kernkraftwerk Rheinsberg folgte fünf Jahre später das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk der DDR. Die sechs Jahrzehnte der Kernkraftnutzung waren anfangs von Euphorie, dann zunehmend von Skepsis und Ablehnung geprägt. Dieser Beitrag legt seinen Schwerpunkt allerdings weniger auf gesellschaftliche oder politische, sondern auf (sicherheits-)technische Aspekte.
Die International Nuclear and Radiological Event Scale – kurz INES – ist ein Instrument zum Einordnen nuklearer „Ereignisse“ in kerntechnischen Anlagen und im Umgang mit ionisierender Strahlung. Die GRS stellt im Auftrag des Bundesumweltministerium den INES-Officer für Deutschland, der die Einstufungen von Ereignissen überprüft.
Am 11. März 2011 kam es in Japan in Folge des Tohoku-Erdbebens und des dadurch ausgelösten Tsunamis zur schwersten Reaktorkatastrophe seit Tschernobyl: Die Blöcke 1 bis 4 des Kernkraftwerks (KKW) Fukushima Daiichi wurden durch Explosionen oder Kernschmelzen zerstört, aufgrund der Freisetzungen mussten mehr als 146.000 Menschen evakuiert werden.
Der Einmarsch russischer Truppen auf das Staatsgebiet der Ukraine Ende Februar 2022 wirkt sich auch auf den sicheren Betrieb kerntechnischer Anlagen in der Ukraine aus. Insbesondere das Kernkraftwerk (KKW) Saporischschja, das seit dem 4. März 2022 von russischen Truppen besetzt ist, ist seitdem immer wieder von Kampfhandlungen betroffen. Als Folge solcher Kampfhandlungen wurde bereits mehrfach die Anbindung des KKW an das Stromnetz unterbrochen. Ein solches Szenario, das die Sicherheit eines KKW gefährden kann, ist auch für die anderen in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke vorstellbar, wenn nämlich das Landesnetz der Ukraine oder Teile davon zusammenbrechen beziehungsweise das KKW seine Netzanbindung verlieren sollte.