Meldungen und Pressemitteilungen
Die GRS bemüht sich um eine verständliche und sorgfältige Kommunikation. Unsere Ansprüche an die Verständlichkeit und Qualität der Informationen orientieren sich an den Leitlinien einer guten Wissenschaftskommunikation.
Weltweit werden Kernkraftwerke zunehmend länger betrieben als ursprünglich vorgesehen. Obwohl zahlreiche Anlagen ursprünglich für etwa 30 bis 40 Betriebsjahre ausgelegt wurden, können immer mehr Reaktoren aus technischer Sicht deutlich längere Betriebszeiten erreichen. Ein solcher Langzeitbetrieb ist jedoch an strenge Auflagen gebunden, die von den Aufsichtsbehörden laufend überprüft werden. In einem aktuellen Forschungsvorhaben untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der GRS, welche sicherheitstechnischen Fragestellungen sich aus dem Langzeitbetrieb ergeben und welche Erkenntnisse sich für Deutschland insbesondere für die Bewertung grenznaher Anlagen ableiten lassen.
Zahlreiche Länder ziehen derzeit den Einsatz von Small Modular Reactors (SMR) als Teil ihrer zukünftigen Energieversorgung in Betracht. Dabei werden ganz unterschiedliche Konzepte verfolgt: Neben solchen, die auf der in den meisten herkömmlichen Kernkraftwerken genutzten Leichtwasserreaktor-Technologie beruhen, finden sich darunter auch Konzepte, die zur Kühlung des Reaktors auf Metalle wie Natrium oder Blei, Gas oder geschmolzenes Salz setzen.
Am 22. und 23. Juni 2026 findet in Berlin das Forum des Netzwerks der Projektträger in Deutschland statt, an dem auch der Projektträger der GRS teilnimmt.
Im Lauf des Jahres 2026 soll ein Transport von CASTOR®-Behältern mit hochradioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in das Standortzwischenlager Brokdorf durchgeführt werden. Die GRS hat die im Vorfeld in Großbritannien erhobenen Messwerte ausgewertet und ordnet deren radiologische Bedeutung für das Transport- und Begleitpersonal und die Bevölkerung ein.
Die Stilllegung kerntechnischer Anlagen ist ein komplexer, sicherheitsrelevanter und langfristiger Prozess, in den viele verschiedene Akteure eingebunden sind. Nicht zuletzt deshalb ist es auch ein wichtiges Forschungsthema bei der GRS – und das nicht erst seitdem die letzten deutschen Kernkraftwerke 2023 abgeschaltet wurden.
Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum vierzigsten Mal. Eine Gelegenheit für uns, den Unfall aus zweierlei Perspektiven zu betrachten.
Am 26. April 1986 ereignete sich im Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl der schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Nutzung der Kernenergie. Vierzig Jahre später prägt Tschernobyl nicht nur das kollektive Gedächtnis, sondern ist weiterhin ein realer Arbeits- und Forschungsort – mit komplexen technischen, organisatorischen und sicherheitstechnischen Herausforderungen.
Im Rahmen des Forschungs- und Ausbildungsprogramms der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) wurde das Arbeitsprogramm 2026–2027 veröffentlicht.
Brennelemente des früheren Hochtemperaturreaktors AVR in Jülich sollen in das Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Die zuständige Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen bietet auf ihrer Webseite umfangreiche Informationen zur geplanten Transportkampagne an. Die GRS, die im Rahmen eines durch das Bundesumweltministerium geförderten Forschungsvorhabens seit vielen Jahren radiologische Daten von Transporten radioaktiver Stoffe sammelt und auswertet, fasst hier die wesentlichen Daten zusammen und ordnet ihre radiologische Bedeutung ein.
Der Reaktorunfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi jährt sich am 11. März 2026 zum 15. Mal. Vor Ort laufen die Arbeiten zur Stilllegung der zerstörten Reaktorblöcke weiter. In den vergangenen Monaten lag der Fokus unter anderem auf der mittlerweile zweiten Bergung von Kernschmelzfragmenten aus dem Sicherheitsbehälter von Block 2. Parallel dazu wurden seit April 2025 sieben Chargen tritiumhaltigen Wassers in den Pazifik eingeleitet. Anlässlich des Jahrestages geben wir hier einen Überblick zu diesen und weiteren Arbeiten am Standort.