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Incident Reporting System (IRS)

© iStockphoto.com/ Drew Hadley PhotographsDas Incident Reporting System (IRS) ist ein Dokumentationssystem für die Betriebserfahrung mit Kernkraftwerken. Die Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) und die Kernenergieagentur der OECD (Nuclear Energy Agency/NEA) riefen IRS 1980 ins Leben, um aus den Erfahrungen Rückschlüsse für die Verbesserung der Betriebsweise von Kernkraftwerken zu ziehen.

Mit IRS werden seitdem Ereignisse und Störfälle aus dem In- und Ausland in Form einer Datenbank gesammelt und ausgewertet. Derzeit sind in dieser Datenbank über 2.400 Berichte über Ereignisse gespeichert. Jährlich kommen etwa 100 neue hinzu.

Wie gelangen Informationen  in das IRS?
Im IRS sind nur Informationen gesammelt, die auf internationaler Ebene für die Sicherheit oder die Unfallprävention von Bedeutung sind. Ob ein Ereignis in das IRS aufgenommen wird, entscheidet der IRS-Koordinator eines Landes. Der IRS-Koordinator ist darüber hinaus auch für die Berichterstattung verantwortlich. Handelt es sich um ein zeitlich sensibles Thema, erstellt er innerhalb eines Monats einen vorläufigen Kurzbericht. Üblicherweise wird innerhalb von drei Monaten ein Hauptbericht produziert und in einigen Fällen ein zusätzlicher Folgebericht.

Der Hauptbericht enthält eine Beschreibung des Ereignisses, seiner Ursachen und Konsequenzen sowie Informationen zum jeweiligen Kernkraftwerk. Zusätzlich schließt er eine sicherheitstechnische Bewertung des Ereignisses und Verbesserungsvorschläge ein. Sollte ein Ereignis auf ein generelles Problem hinweisen, erstellt der IRS-Koordinator zusätzlich einen generischen Bericht.

Nachdem die Ereignisse analysiert und ausgewertet wurden, werden sie nicht nur im IRS gespeichert. Auch die Betreiber der Kernkraftwerke werden über die aufgetretenen Phänomene und Maßnahmen zur Vorbeugung ähnlicher Ereignisse informiert.

Die GRS nimmt im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) die Funktion des IRS-Koordinators wahr. Zusätzlich bewertet sie alle IRS-Berichte über Ereignisse und Störfälle in ausländischen Anlagen und leitet die Ergebnisse u.a. an Aufsichtsbehörden und Betreiber von Kernkraftwerken weiter.