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Langzeitsicherheitsnachweis

Der Nachweis des langfristigen sicheren Einschlusses von radioaktiven Abfällen in tiefen geologischen Endlagern geschieht im sogenannten Langzeitsicherheitsnachweis. Durch die Zusammenführung aller Analysen und Argumente wird mit dem Langzeitsicherheitsnachweis die Sicherheit für die Nachbetriebsphase des Endlagers begründet.

Ein Element des Langzeitsicherheitsnachweises ist die Langzeitsicherheitsanalyse. In ihr wird das zukünftige Verhalten des Endlagers untersucht und die mögliche zukünftige Strahlenexposition am Standort des Endlagers ermittelt. Daneben enthält der Langzeitsicherheitsnachweis auch weitere Begründungen zur Robustheit und Zuverlässigkeit der Sicherheitsbewertung.

Meist wird der Begriff „Langzeitsicherheitsnachweis“ für die Gesamtheit der Unterlagen verwendet, die zur Demonstration der Langzeitsicherheit eines Endlagers für radioaktive Abfälle erforderlich sind. Ein vorliegender oder „geführter“ Langzeitsicherheitsnachweis ist somit nicht zu verwechseln mit einer behördlichen Bestätigung in einem Genehmigungsverfahren. Seine Erstellung kann auch außerhalb einer Genehmigungssituation zur Unterstützung eines Entscheidungsprozesses (z. B. in einem Gesetzgebungsverfahren) zweckmäßig sein.

In einem Genehmigungsverfahren für den Betrieb und die Stilllegung eines Endlagers sind die formalen Adressaten des Langzeitsicherheitsnachweises die zuständigen Behörden. Sie haben die vom Antragsteller vorgelegten Nachweise zu prüfen. Sie können Änderungen oder Ergänzungen verlangen und die Nachweise als geführt bestätigen oder deren Bestätigung versagen.