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Abriss und Bau von KKW

Kernenergie weltweit 2026

Was hat sich letztes Jahr im Bereich der Kernenergie getan? Welche Entwicklungen lassen sich international beobachten? In der nachfolgenden Übersicht wird die Situation gegliedert nach Kontinenten (Europa, Amerika, Asien und Afrika) dargestellt. Australien/Ozeanien ist nicht berücksichtigt, da dort keine Kernkraftwerke (KKW) betrieben werden. Nach einer kurzen Zusammenfassung werden für jeden Kontinent diejenigen Staaten vorgestellt, die entweder Reaktoren betreiben oder die einigermaßen konkret den Einstieg planen beziehungsweise bereits KKW bauen.

Weltweit werden unterschiedliche Wege hinsichtlich der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung eingeschlagen. Dabei lassen sich grob drei Gruppen unterscheiden: Während die einen den kurz- oder mittelfristigen Ausstieg aus der Kernenergie anstreben, verlängern andere die Laufzeiten von KKW, wieder andere planen Neubauten und setzen teilweise zusätzlich auf Laufzeitverlängerungen. 

Dieses Dossier bietet einen Überblick über die Kernenergie weltweit. Einmal jährlich wird es aktualisiert und auf der Webseite der GRS veröffentlicht.

Lage weltweit

Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix weltweit (Fossile: Kohle, Erdgas, Öl; Erneuerbare: Wasser, Wind, Solar PV, Solar Thermal, Geothermie, Tide, Biokraftstoff)

Weltweit sind nach Angaben des Power Reactor Information System (PRIS) der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) derzeit 415 Kernreaktoren in Betrieb, die laut World Nuclear Industry Status Report 2025 ein Durchschnittsalter von rund 32 Jahren aufweisen. 2025 sind insgesamt drei neue Reaktorblöcke (jeweils einer in Russland, Indien und China) ans Netz angeschlossen worden. Demgegenüber stehen sieben Einheiten, die abgeschaltet wurden – drei in Belgien, drein in Russland und einer in Taiwan, das damit seinen Atomausstieg vollzogen hat. 

Neben den laufenden Reaktoren werden in PRIS noch 23 weitere aufgeführt, die im Modus „Suspended Operation“ laufen. Dabei handelt es sich um Reaktoren, die langfristig heruntergefahren, aber noch nicht endgültig stillgelegt worden sind. 19 dieser auch als „Long-Term-Outage-Reaktoren“ bezeichneten Anlagen stehen in Japan, die übrigen vier in Indien. 

Zu den PRIS-Zahlen ist generell anzumerken, dass die jeweiligen IAEO-Länder ihre Daten selbst an die Datenbank melden. Hierbei entstehende Verzögerungen können ein Grund für Abweichungen zu anderen Quellen wie etwa dem „World Nuclear Industry Status Report“ (WNISR) sein. Aus dem WNISR sind die Zahlen zum Durchschnittsalter der Anlagen für unsere Übersichtsgrafiken entnommen, das Durchschnittsalter bezieht sich dort auf den ersten Tag des kommerziellen Leistungsbetriebs. 

Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion
© WNISR
Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion

Die weltweit installierte nukleare Nettoleistung sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1.066 auf 375.980 Megawatt elektrisch (MWe). Während die absolute Menge des insgesamt in Kernkraftwerken erzeugten Stroms in den letzten Jahrzehnten im Wesentlichen unverändert geblieben ist, sank ihr relativer Anteil am weltweiten Strommix in 2022 erstmals seit rund 40 Jahren unter die Zehn-Prozent-Marke (der Höchstwert lag bei 17,5 Prozent in 1996). 

Dies liegt zum einen darin begründet, dass stetig mehr Strom durch erneuerbare Energien erzeugt wird; zum anderen hat auch die Stromerzeugung auf Basis fossiler Energieträger gegenüber den vorangegangenen Jahren und Jahrzehnten deutlich zugenommen.

Die Zahlen in diesem Text bezüglich des Strommixes weltweit, für die jeweiligen Kontinente und die einzelnen Länder sind von der Internationalen Energieagentur IEA übernommen und geben den Stand 2023 beziehungsweise 2024 wieder.

Anzahl in Betrieb genommener (blau) und abgeschalteter Reaktoren (braun) weltweit
© WNISR
Anzahl in Betrieb genommener (blau) und abgeschalteter Reaktoren (braun) weltweit

Beim Blick auf die sich stetig verändernde weltweite Reaktorlandschaft lassen sich folgende Trends erkennen: Die meisten neuen Reaktorblöcke werden in Asien gebaut, wohingegen die meisten im Rückbau befindlichen Reaktoren in Westeuropa und Nordamerika zu finden sind. Entsprechend ist das Durchschnittsalter der Reaktoren in Asien vergleichsweise niedrig. 

Neue Reaktorblöcke haben zudem durchschnittlich eine höhere Leistung als die stillgelegten, sodass trotz eines zahlenmäßigen Rückgangs an Reaktorblöcken die installierte Leistung steigen kann. Eine Ausnahme bilden die sogenannten Small Modular Reactors (SMR): Die KKW im Miniformat sollen bei der mittelfristigen Planung einer CO₂-armen, dezentralen Stromproduktion in einer Reihe von Ländern eine wichtige Rolle spielen.

[Anmerkung: Die Russische Föderation fällt bei der IEA seit 2022 gemeinsam mit den zentralasiatischen Republiken, Aserbaidschan und Georgien unter die neue Rubrik Eurasien. Die Zahlen zum europäischen Strommix sind daher ohne die Werte der genannten Länder, die stattdessen für Asien berücksichtigt sind. Was die Anzahl der Reaktoren angeht, folgen wir der Systematik der IAEO, welche Russland zu Europa zählt.]

Europa

Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix in Europa
Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix weltweit

In Europa lag der Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion im Jahr 2023 bei rund 18,7 Prozent der Gesamtstromerzeugung. Insgesamt sind in Europa 165 Reaktoren in Betrieb, das Durchschnittsalter beträgt 36,7 Jahre. 14 Reaktoren werden zurzeit gebaut, 132 befinden sich im Rückbau. 

Deutschland

Deutschland ist aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung ausgestiegen: Am 15. April 2023 wurden die letzten drei Kernkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim II abgeschaltet.

Doch KKW sind nicht die einzigen Nuklearanlagen in Deutschland. So werden derzeit sechs Forschungsreaktoren sowie die sogenannten Anlagen der nuklearen Ver- und Entsorgung weiterhin betrieben, wie die Zwischenlager für radioaktive Abfälle, die Brennelement-Fertigungsanlage in Lingen und die Urananreicherungsanlage in Gronau. 

Westeuropa

Den weltweit größten prozentualen Anteil von Kernenergie am nationalen Strommix hat Frankreich: 2024 waren es 66,8 Prozent. Zudem verfügt Frankreich europaweit über die meisten Reaktoren. Das Durchschnittsalter der französischen Anlagen beträgt 39,9 Jahre. Mit Flamanville-3 ging Ende 2024 der erste Reaktor seit 1999 ans Netz. Das Bauvorhaben begann 2007, ursprünglich war eine Fertigstellung bis 2012 geplant. Der Zeitplan wurde jedoch mehrfach verlängert, die Kosten haben sich seitdem vervielfacht. Trotzdem soll Kernenergie bei den Klimaschutzplänen Frankreichs weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen: Der Energieplan Frankreichs sieht neben dem Ausbau der Erneuerbaren auch eine Verlängerung der Laufzeiten bestehender KKW und den Neubau von sechs EPR-2-Reaktoren an bereits existierenden Standorten (Penly, Gravelines und Bugey) vor. Nach einem aktuellen Gesetzentwurf sollen zusätzlich acht weitere Neubauten vom Typ EPR-2 sowie ein SMR (NUWARD) gebaut werden, mit der Option auf sechs zusätzliche große Reaktoren. 

Auch das Vereinigte Königreich setzt auf Kernenergie als Teil seines Energiemixes – 14,2 Prozent des dort produzierten Stroms kommen derzeit aus KKW. Aktuell werden neun Reaktorblöcke betrieben, 36 befinden sich im Rückbau. Die britische Regierung verfolgt seit Längerem die Errichtung neuer KKW. Aktuell sind zwei neue EPR-Reaktoren im Bau (Hinkley Point C-1 und -2), zwei weitere EPR-Reaktoren sind für den Standort Sizewell C geplant – vorbereitende Baumaßnahmen wurden 2024 ausgeführt –, ein chinesischer HPR1000 soll am Standort Bradwell entstehen. Aufbauend auf dem Ende März 2023 veröffentlichten Strategiepapier „Powering Up Britain“ hat die britische Regierung im Januar 2024 die „Civil Nuclear Roadmap“ veröffentlicht, die einen Ausbau der nuklearen Erzeugungskapazität auf bis zu 24 Gigawatt (GW) und bis zu elf neue KKW bis zum Jahr 2050 zum Ziel erklärt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die acht AGR-Blöcke (ca. 4,8 GW) aufgrund fortgeschrittener Alterungseffekte im Graphitmoderator bis Ende dieses Jahrzehnts endgültig abgeschaltet werden müssen. Die installierte Kapazität von derzeit rund 6,5 GW wird dann deutlich abfallen, da sich die 3,2 GW aus dem Neubau von Hinkley Point C verspäten. Neben der Errichtung großer KKW fördert die Regierung auch die Entwicklung und den zukünftigen Einsatz von SMR im UK: Der erste SMR soll durch das staatliche Unternehmen Great British Energy – Nuclear am walisischen Standort Wylfa errichtet werden; dem britischen Hersteller Rolls-Royce wurde der Zuschlag als „preferred bidder“ erteilt und die Bereitstellung von rund 3 Millionen Euro staatlicher Förderung beschlossen. 

In Belgien laufen mit Doel-4 und Tihange-3 derzeit noch zwei Reaktoren, nachdem 2025 drei Reaktoren abgeschaltet wurden. Die beiden verbleibenden Blöcke sollen bis Ende 2035 weiterbetrieben werden. Das Land investiert zum einen in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für SMR; zum anderen wurde im Mai 2025 das bisherige gesetzliche Verbot von Neubauten durch das belgische Parlament aufgehoben. Die Regierung strebt an, Laufzeiten auch bereits stillgelegter Anlagen zu verlängern; nach Angaben des Energieministers im Oktober 2025 führe die Regierung entsprechende Gespräche mit dem Betreiber. In der Koalitionsvereinbarung der aktuellen Regierung ist auch vom Bau neuer Anlagen die Rede. 

In den benachbarten Niederlanden sollen nach dem Koalitionsvertrag zusätzlich zu dem in Borssele betriebenen Reaktorblock (erzeugt rund 2,9 Prozent der Gesamtstromerzeugung) zwei neue Blöcke durch ein staatlich kontrolliertes Unternehmen gebaut werden; die Regierung stellt dazu 5 Milliarden Euro bereit. Die ursprünglich für 2035 anvisierte Inbetriebnahme der neuen Reaktoren wird sich nach Regierungsangaben aus dem Frühjahr 2025 durch Verzögerungen bei der Standortauswahl verspäten: Als Standort für die neuen Reaktoren wird das KKW Borssele favorisiert, aus rechtlichen Erwägungen soll allerdings auch ein potenzieller Standort bei Eemshaven geprüft werden. Außerdem wird in den Niederlanden der Bau von SMR in den Blick genommen; in der Provinz Gelderland wurden im Rahmen einer Studie potenzielle Standorte identifiziert. Zudem soll die Laufzeit des KKW Borssele über 60 Jahre (wären 2033 erreicht) hinaus verlängert werden.

Schweden betreibt insgesamt sechs Reaktoren, die gemeinsam 29,3 Prozent der landesweiten Stromerzeugung abdecken. Die schwedische Regierung hat 2023 einen Kernenergiefahrplan verabschiedet, der den Neubau von zwei (bis 2033) und weiteren zehn (bis 2045) konventionellen Reaktoren und SMR vorsieht. Auch hier werden Laufzeitverlängerungen geprüft (von derzeit 60 auf 80 Jahre).

Neben Frankreich und Großbritannien war in der jüngeren Vergangenheit in Westeuropa auch Finnland in Sachen KKW-Neubau aktiv: Mit Olkiluoto-3 ging im Frühjahr 2023 der erste Europäische Druckwasserreaktor (EPR) in Europa ans Netz. Das Durchschnittsalter der finnischen Reaktoren liegt bei 38,3 Jahren. Der Anteil der Kernenergie am Strommix liegt bei 39,8 Prozent. Die Regierung hat die Laufzeiten der zwei WWER-440-Blöcke am Standort Loviisa von bisher 2027 bzw. 2030 bis Ende 2050 verlängert. Durch die Modernisierung der Niederdruckturbinen 2026 soll zudem die Nettoleistung der KKW steigen. 

Den Ausstieg aus der Kernenergie geplant haben – neben Belgien – derzeit die Schweiz und Spanien: Die vier Reaktoren in der Schweiz (Anteil am Strommix 29,2 Prozent) dürfen so lange betrieben werden, wie sie die Sicherheitsanforderungen der Aufsichtsbehörde erfüllen. Es existiert ein Neubauverbot für neue Kernkraftwerke, das jedoch aktuell diskutiert wird. Die sieben spanischen Reaktoren sollen bis 2035 sukzessive vom Netz genommen werden, die erste Abschaltung ist für 2027 geplant (Almaraz-1). Zuletzt gab es jedoch einen Gesetzesvorschlag, der vorsieht, die Betriebsdauern der Anlagen zu verlängern. Laufzeitbeschränkungen gibt es in Spanien nicht, Betriebsgenehmigungen werden im Zehnjahresturnus erneuert. Nach dem großflächigen Stromausfall Ende April 2025 nahmen diese Diskussionen an Fahrt auf. Im November 2025 beantragten die spanischen Energieunternehmen Iberdrola, Endesa und Naturgy, die Laufzeit der beiden Blöcke am KKW Almaraz um rund drei Jahre bis Juni 2030 zu verlängern. 

Mittel- und Osteuropa

2023 produzierten neun Reaktoren in der Ukraine 49,4 Prozent der Gesamtstrommenge; die sechs Reaktoren am KKW Saporischschja sind seit 2022 abgeschaltet. Trotz der Kriegssituation und damit verbundener sicherheitstechnischer Risikofaktoren wird das Land wohl zumindest mittelfristig an der Kernkraft als wichtigster Stromerzeugungsform festhalten. Am Standort Chmelnyzkyj sollen zwei zum größten Teil fertiggestellte WWER-1000 fertig gebaut werden (ohne russische Beteiligung); außerdem sollen dort sowie am Standort Südukraine jeweils zwei weitere AP-1000 von Westinghouse errichtet werden, um den Verlust des von Russland besetzten KKW Saporischschja zu kompensieren. Insgesamt sind neun AP-1000-Reaktoren in der Ukraine geplant. Für die laufenden Reaktoren wurden teilweise Laufzeitverlängerungen genehmigt. Auch der Bau von SMR wird geprüft. Unter anderem erarbeitet die Ukraine seit Oktober 2025 eine Roadmap und ein neues Gesetz zur Einführung von SMR, um rechtliche und technische Grundlagen für private Investitionen, vereinfachte Genehmigungsverfahren und den Ausbau der Kernenergie bis 2050 zu schaffen. 

In der Slowakei hat 2023 mit Mochovce-3 der fünfte Reaktor den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Die Inbetriebnahme eines weiteren WWER-440 am Standort (Mochovce-4) sollte 2025 folgen, verzögert sich allerdings. Mit diesem zusätzlichen Reaktor dürfte das Land demnächst Frankreich hinsichtlich des höchsten Kernenergieanteils am Strommix Konkurrenz machen – 2024 lag der Anteil der Kernenergie am Gesamtstrommix der Slowakei bei rund 61,9 Prozent (Frankreich 66,8 Prozent).

Ungarn erzeugte 2024 rund 42,3 Prozent seines Stroms aus vier WWER-440-Blöcken am Standort Paks. Es ist geplant, dort zusätzlich zwei russische WWER-1200 Blöcke zu errichten, vorbereitende Arbeiten dazu laufen. Darüber hinaus hat sich die ungarische Regierung nach Medienberichten Ende 2025 in einem gemeinsamen Memorandum mit den USA dazu bereit erklärt, den Bau von bis zu zehn SMR finanziell zu unterstützen; mit dem US-Unternehmen Holtec wurde nachfolgend eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Prüfung des Einsatzes eines SMR-300 in Ungarn vorsieht.

In Slowenien trägt der einzige Kernreaktor am Standort Krško rund 33,5 Prozent zur Nettostromerzeugung des Landes bei. Die Laufzeit des gut 44 Jahre alten KKW wurde im Januar 2023 um weitere 20 Jahre bis 2043 verlängert. Die Kernkraft soll perspektivisch ausgebaut werden, um die CO₂-Ziele des Landes zu erreichen; abhängig von der Stromnachfrage ist der Bau von zwei Kernkraftwerksblöcken im Gespräch.

Auch in Bulgarien sollen zu den bereits zwei bestehenden Anlagen zwei AP-1000 gebaut werden, ein Ingenieurvertrag dazu wurde im November 2024 mit Hyundai Engineering & Construction (Südkorea) und Westinghouse (USA) unterzeichnet. Die geplanten Anlagen sollen die beiden WWER-1000-Reaktoren am Standort Kosloduj, die derzeit 40,2 Prozent des Gesamtstroms produzieren, eine Zeit lang ergänzen und ab 2050 ersetzen. Zudem gibt es Absichtserklärungen mit US-amerikanischen Firmen über den potenziellen Einsatz von SMR.

Rumänien betreibt zwei Candu-Reaktoren am Standort Cernavoda, zwei weitere Candu-Blöcke, mit deren Bau bereits in den 1980er-Jahren begonnen worden war, sollen bis 2031 fertiggestellt werden. Im September 2025 starteten Arbeiten zur Überholung von Cernavoda-1, die eine Verlängerung der Laufzeit um 30 Jahre ermöglichen soll. Zudem will Rumänien einen SMR des US-amerikanischen Unternehmens NuScale am Standort des ehemaligen Kohlekraftwerks in Doicești bauen.

In der Tschechischen Republik soll die südkoreanische Korea Hydro & Nuclear Power zwei Blöcke mit jeweils 1.000 MW am Standort Dukovany bauen. Auch am zweiten Standort des Landes Temelin sind zwei neue Blöcke geplant. In Temelin ist zudem die Errichtung eines ersten SMR bis 2032 vorgesehen, zwei weitere SMR sollen an den Standorten Dětmarovice und Tušimice bis 2040 fertiggestellt werden. Derzeit produzieren sechs Druckwasserreaktoren etwa 40,2 Prozent des tschechischen Stroms.

Polen plant, neu in die Kernenergie einzusteigen, der erste Reaktor soll nach aktuellen Planungen 2036 in Betrieb gehen, bis 2043 sollen fünf weitere folgen. Verträge mit amerikanischen Firmen (Westinghouse und Bechtel) für den Standort Lubiatowo-Kopalino an der Ostsee für den Bau von drei AP-1000 sind unterzeichnet. Ende 2025 hat die Europäische Kommission Polen die staatliche Förderung des ersten KKW in Höhe von rund 14 Mrd. Euro genehmigt. Von Seiten einiger Industrieunternehmen werden parallel dazu Planungen für den Bau von SMR verfolgt. So hat ein Joint Venture unter Beteiligung des Energieunternehmens Orlen im Sommer 2025 angekündigt, in Kooperation mit GE-Hitachi den ersten von mehreren SMR des Typs BWRX-300 in Włocławek errichten zu wollen. 

In Belarus wurde der erste Reaktorblock des Landes 2020 am Standort Astravets in Betrieb genommen, der zweite nahm im November 2023 den kommerziellen Betrieb auf. Der Anteil der Kernenergie an der Gesamtstrommenge lag mit Stand 2023 bei 28,3 Prozent. 

In Armenien produziert ein WWER-270 am Standort Mezamor rund ein Viertel bis ein Drittel des armenischen Stroms. Die Laufzeit wurde bis 2036 verlängert; der Reaktor soll erst abgeschaltet werden, wenn ein Ersatz vorhanden ist.

In Russland werden 18,7 Prozent des Gesamtstroms von 34 Reaktoren produziert, deren Durchschnittsalter bei 29,5 Jahren liegt. Im Laufe der letzten zehn Jahre sind sieben neue Reaktoren in Betrieb genommen worden, darunter das schwimmende KKW Akademik Lomonossow mit zwei SMR. Mit dem Bau von zwei landbasierten SMR in Sibirien wurde begonnen. Weitere Blöcke verschiedenen Typs sind in Bau (beispielsweise WWER-TOI in Kursk oder BREST-300 in Sewersk) beziehungsweise in Planung. Zudem ist Russland sehr stark im Ausland aktiv: Neben Ungarn realisiert Russland Neubauten in Ägypten, Iran, Indien, China, Bangladesch und der Türkei

Dort wird zurzeit am Standort Akkuyu ein KKW mit vier russischen WWER-1200 gebaut. Die Inbetriebnahme soll zwischen 2025 und 2028 erfolgen. Mitte September 2024 teilte der türkische Energieminister mit, dass sich der kommerzielle Betrieb von Block 1 um einige Monate nach hinten verschieben wird, da das deutsche Unternehmen Siemens Energy Schlüsselteile zurückhalte. Rosatom habe die fehlenden Teile deshalb in China bestellt. Medienberichten aus dem Sommer 2025 zufolge soll sich Fertigstellung der Blöcke 2 bis 4 durch Probleme bei der Finanzierung verzögern. Neben Akkuyu wurden noch weitere potenzielle KKW-Standorte in der Türkei ausgewählt, an denen mittelfristig acht weitere Reaktoren gebaut werden sollen. Im Bereich SMR strebt die Türkei nach jüngsten Berichten den Bau von Anlagen bis zu einer Gesamtkapazität von 5.000 MW an.

Amerika

Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix in Amerika

Im Jahr 2023 lag der Anteil der Kernenergie am Gesamtstrommix auf dem amerikanischen Kontinent bei rund 13,6 Prozent. Zur Produktion sind 118 Reaktoren mit einem Durchschnittsalter von 43,3 Jahren in Betrieb. Hier ist allerdings ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gegeben: Während in den USA und Kanada insgesamt 111 Reaktoren laufen, sind es südlich davon gerade einmal sieben. Gebaut werden auf dem amerikanischen Kontinent zurzeit zwei Blöcke, dauerhaft heruntergefahren sind 49 Reaktoren – allesamt in den USA beziehungsweise Kanada. 

In den Vereinigten Staaten sind mit 94 Reaktoren mehr am Netz als in jedem anderen Land der Welt; sie stellten im Jahr 2024 rund 17,8 Prozent des Stroms zur Verfügung. Das durchschnittliche Alter der Reaktoren beträgt 44,2 Jahre. Neu hinzugekommen sind mit Vogtle-3 und -4 in den Jahren 2023 beziehungsweise 2024 die Reaktoren zwei und drei in diesem Jahrtausend (nach Watts Bar-2 in 2016). Zudem setzen die USA auf Laufzeitverlängerungen: Für einen Großteil der Reaktoren ist eine Verlängerung von 40 auf 60 Jahre bereits beschlossen, eine weitere Verlängerung auf 80 Jahre ist für mehr als zwanzig Reaktorblöcke genehmigt, zahlreiche weitere werden derzeit geprüft. Da allerdings in einigen Fällen die Nachrüstungen, die für solche Laufzeitverlängerungen Voraussetzung sind, zu teuer gewesen wären, wurden etliche Anlagen abgeschaltet. Das KKW Palisades im Bundesstaat Michigan, wurde im August 2025 als erster US-amerikanischer KKW-Block aus dem Stilllegungsstatus wieder in den Betriebsstatus zurückversetzt. Vor dem Hintergrund der Energie- und Klimakrise hat der Bundesstaat Kalifornien die beiden Blöcke im KKW Diablo Canyon nicht wie ursprünglich vorgesehen abgeschaltet – stattdessen reichte der Betreiber im November 2023 einen Antrag für eine Laufzeitverlängerung bei der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde ein; die in ihrem im Juni 2025 veröffentlichten Sicherheitsbericht zur Einschätzung kam, dass das KKW weitere 20 Jahre sicher betrieben werden könne. Zudem gibt es Planungen, laut derer das KKW Three Mile Island wieder in Betrieb genommen werden soll, um den Konzern Microsoft mit CO₂-armem Strom zu versorgen. Ähnliche Überlegungen betreibt NextEra Energy zu einem möglichen Neustart des KKW Duane Arnold in Iowa. In der Energieplanung der Trump-Administration soll Kernenergie eine größere Rolle spielen. So soll die Entwicklung neuer Reaktorkonzepte gefördert werden, vor allem von SMR. Das erste SMR-Projekt in den USA mit sechs geplanten NuScale-Reaktoren an einem Standort in der Nähe von Idaho Falls wurde jedoch 2023 wegen zu hoher Kosten eingestellt. Zudem sind amerikanische Firmen wieder verstärkt an Reaktorprojekten (auch SMR) im Ausland interessiert, wie zum Beispiel in Bulgarien, Polen, Rumänien oder der Ukraine. 

13,9 Prozent des landesweiten Strommixes liefern 17 CANDU-Reaktoren in Kanada. Diese Eigenentwicklungen sind Schwerwasserreaktoren, die ein Durchschnittsalter von 41,4 Jahren aufweisen. Auch der nördliche Nachbar der USA setzt auf Laufzeitverlängerungen und Neubauten – sowohl SMR als auch große KKW. Neue Reaktorblöcke sind allerdings keine im Bau, wohingegen der Standort für einen ersten kommerziellen SMR feststeht: Ein BWRX-300 am Standort Darlington soll bis 2028 in Betrieb gehen, die kanadische Aufsichtsbehörde erteilte im April 2025 die Baugenehmigung. Weitere SMR sind teils mehr, teils weniger konkret geplant. 

Südlich der USA werden in lediglich drei Staaten Reaktoren betrieben: Ein CANDU- und zwei Schwerwasserreaktoren nach einem Design des früheren deutschen Herstellers KWU in Argentinien und jeweils zwei in Mexiko (SWR des amerikanischen Herstellers GE) und Brasilien (2-Loop-Anlage von Westinghouse und DWR nach KWU-Design). Der Anteil der Kernenergie am jeweiligen Strommix liegt in diesen Ländern zwischen 2,1 und 7,3 Prozent. In Argentinien wurde bereits 2015 mit dem Bau eines SMR begonnen, nach einer rund zweijährigen Unterbrechung ab November 2019 ruhen die Arbeiten seit September 2024 erneut. Neben diesem Projekt wurde Anfang Februar 2022 der Vertrag zum Bau eines Hualong-1 mit 1.200 MW Bruttoleistung am Standort Atucha mit China unterzeichnet. Auch in Brasilien gibt es einen Neubauplan, doch auch die Arbeiten an einem dritten Block in Angra (Referenzanlage Angra-2) sind von mehreren langen Unterbrechungen gekennzeichnet: Nach Wiederaufnahme im November 2022 ruhen die Arbeiten seit April 2023.

Asien

Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix in Asien

In Asien kommt der Anteil der Kernenergie an der gesamten Stromproduktion auf gerade einmal 5,7 Prozent; in acht Ländern werden 130 Reaktoren betrieben. Dazu kommen 23 „suspended operation reactors“, 19 davon sind japanische Reaktoren, die seit dem Reaktorunfall von Fukushima heruntergefahren sind. Das durchschnittliche Alter der betriebenen Reaktoren beläuft sich auf 17,4 Jahre. Zudem werden hier 43 Blöcke neu gebaut – davon 29 in China und sechs in Indien. Dem gegenüber stehen 36 Reaktoren, die sich im Rückbau befinden. Auf keinem anderen Kontinent werden auch nur annähernd so viele neue KKW gebaut. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Anteil Asiens an der Weltbevölkerung bei über 50 Prozent liegt und sich der Energiebedarf in den letzten Jahrzehnten auf keinem Kontinent so vervielfacht hat wie hier. Entsprechend viele andere (insbesondere fossil befeuerte) Kraftwerke wurden errichtet, was auch den relativ geringen Anteil der Kernenergie am Strommix erklärt.

Fernost

4,5 Prozent beträgt der Anteil der Kernenergie am Gesamtstrommix in China. Dafür sind 61 Reaktoren mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 11,2 Jahren verantwortlich. Ein neuer Reaktor wurde letztes Jahr in Betrieb genommen, 29 neue Reaktorblöcke verschiedener Typen werden zurzeit gebaut (die World Nuclear Association und der WNISR geben 38 beziehungsweise 37 aktuelle Neubauprojekte an). Für Chinas Bemühungen, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, spielt neben dem Ausbau der Erneuerbaren die Kernenergie eine wichtige Rolle. Das wird auch im aktuellen 5-Jahres-Plan noch einmal bekräftigt, demzufolge weitere Reaktorneubauten vorgesehen sind – der 5-Jahres-Plan für den Zeitraum 2026–2030 soll im Frühjahr 2026 veröffentlicht werden. Neben herkömmlichen Leistungsreaktoren spielen dabei auch SMR eine wichtige Rolle: Chinesische Unternehmen entwickeln eine größere Zahl verschiedener SMR-Typen, von denen beispielsweise der erste LingLongOne (ACP100) voraussichtlich 2026 in Betrieb gehen soll, während der erste Hochtemperatur-SMR der Welt mit dem HTR-PM am Standort Shidaowan bereits seit Ende 2023 in Betrieb ist. China versucht zudem in neue Märkte vorzudringen, um seine Technologie und Kompetenzen zu verkaufen. 

In Südkorea ist der Anteil der Kernenergie an der gesamten Stromproduktion ein ganzes Stück höher: 31,1 Prozent steuern die 26 laufenden Reaktoren zum Gesamtstrom des Landes bei. Die aktuelle Regierung hat den geplanten Ausstieg aus der Kernenergienutzung rückgängig gemacht, neben dem Ausbau der Erneuerbaren sollen KKW dabei helfen, die Klimaziele des Landes zu erreichen: Der Anteil der Kernenergie am Strommix soll bis 2036 auf 35 Prozent erhöht werden; 2022 und 2023 wurde jeweils ein Reaktor ans Netz angeschlossen, zwei weitere sind zurzeit im Bau. Südkorea bemüht sich zudem in verschiedenen Ländern darum, in Bauprojekte einzusteigen: In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben mittlerweile vier Blöcke des koreanischen Herstellers KHNP den kommerziellen Betrieb aufgenommen, am tschechischen Standort Dukovany sollen zwei koreanische Blöcke gebaut werden; zudem gibt es Gespräche mit beispielsweise Ägypten, Polen, Saudi-Arabien oder Uganda.

Zu den Ländern, deren Energiepolitik durch Fukushima stark beeinflusst wurde, gehört natürlich auch Japan. Vor dem Unglückstag liefen dort 54 Reaktoren, die fast 30 Prozent zur Gesamtstromerzeugung des Landes beisteuerten. Diese wurden nach der Katastrophe zunächst alle heruntergefahren; 14 davon sind mittlerweile wieder am Netz. Nachdem die beiden Blöcke Onagawa-2 und Shimane-2 im Oktober beziehungsweise Dezember 2024 wieder ans Netz gegangen sind, soll Anfang 2026 Block 6 des KKW Kashiwasaki-Kariwa nach 14 Jahren Stillstand wieder in Betrieb genommen werden; die ersten beiden Versuche eines Wiederanfahrens im Januar 2026 scheiterten aufgrund von Fehlfunktionen. In den nächsten Jahren sollen weitere Blöcke wieder in Betrieb genommen werden. Dem gegenüber stehen 27 Reaktoren, die sich zurzeit im Rückbau befinden. Der aktuelle Anteil der Kernenergie am Strommix beläuft sich auf 8,4 Prozent – allerdings plant die aktuelle Regierung, den Anteil bis 2030 wieder auf 20 bis 22 Prozent zu steigern. Dazu sollen auch die beiden derzeit im Bau befindlichen Reaktoren ihren Teil beitragen. Zudem dürfen seit Mitte 2023 Reaktoren prinzipiell über die bisherige Begrenzung von 60 Jahren hinaus betrieben werden. Langfristig sollen Reaktoren der nächsten Generation gebaut werden, um alte Kraftwerke zu ersetzen.

Taiwan ist nach den Eindrücken der Ereignisse aus Fukushima aus der Kernenergie ausgestiegen: Ab 2018 wurden die sechs Reaktoren, die früher rund die Hälfte der taiwanischen Stromproduktion ausmachten, sukzessive abgeschaltet – der letzte im Mai 2025. Allerdings läuft derzeit eine Machbarkeitsstudie, in der geprüft werden soll, ob einzelne Reaktoren wieder in Betrieb genommen werden könnten. Dieser Studie ging eine Gesetzesänderung voraus, welche eine Beschränkung der Betriebsgenehmigung von bisher 40 auf bis zu 60 Jahre ausweitet.

Naher und Mittlerer Osten

Anders sieht es in Indien aus, wo zusätzlich zu 21 laufenden Reaktoren derzeit sechs weitere Blöcke gebaut werden. Bei den Neubauten handelt es sich um indische Eigenentwicklungen auf Basis des CANDU sowie Reaktorblöcke russischen Typs. Es gibt Pläne für eine Vielzahl weiterer Reaktoren, auch SMR. Diese wurden durch das 2025 verabschiedete Shanti-Gesetz bekräftigt, das unter anderem einen Ausbau der Kernkraft-Kapazitäten auf 100 GW (von derzeit rund 7,5 GW) bis 2047 vorsieht.

Auch in Pakistan wird die Kernenergie zur Stromerzeugung genutzt: Sechs Reaktorblöcke steuern hier einen Anteil von 17,0 Prozent zur Gesamtstromerzeugung bei. Im Jahr 2021 und 2022 wurde am Standort Karachi jeweils ein Hualong-1 in Betrieb genommen, ein weiterer am Standort Chasnupp ist derzeit in Bau. 

Im Iran läuft seit gut zwölf Jahren ein WWER-1000, ein zweiter ist im Bau. Laut iranischen Angaben ist am Standort Sirik im Süden des Landes eine weitere 4-Block-Anlage im Bau. Hierbei scheint es sich allerdings eher um vorbereitende Arbeiten zu handeln, die IAEO führt diese Anlage in ihrem Power Reactor Information System dementsprechend nicht auf. Im September 2025 haben Iran und Russland Verträge für den Bau der Anlage unterzeichnet.

In Asien gibt es auch eine Reihe von Ländern, die aktuell in die Kernenergie einsteigen. Dazu zählen zum einen Bangladesch, wo seit 2017 beziehungsweise 2018 zwei Reaktorblöcke russischer Bauart gebaut werden, zum anderen die Vereinigten Arabischen Emirate: Seit 2020 nahmen dort vier Reaktoren sukzessive den Betrieb auf, der letzte im März 2024. In Usbekistan und Kasachstan gibt es relativ konkrete Pläne für einen Einstieg.

Afrika

Durchschnittsalter, Anzahl Reaktoren und Strommix in Afrika

In Afrika werden lediglich zwei Reaktoren betrieben, die einen Anteil am Gesamtstrommix von 0,4 Prozent ausmachen. Sie stehen beide in Südafrika, wo die Kernenergie auf einen Anteil von 3,3 Prozent am Strommix kommt. Beide Anlagen wurden zeitgleich gebaut und gingen 1984 beziehungsweise 1985 ans Netz, woraus sich ein Durchschnittsalter von 41,2 Jahren ergibt. Nach dem im Herbst 2025 in Kraft getretenen „Integrated Resources Plan“ sollen bis 2039 5.200 MW an zusätzlicher nuklearer Erzeugungskapazität aufgebaut werden.

Da die Stromnetze auf dem Kontinent in den nächsten Jahren jedoch ausgebaut werden müssen, könnte die Kernenergie hier zukünftig eine größere Rolle spielen. Der Kontinent ist dadurch auch für ausländische Investoren interessant, einige Länder (beispielsweise Ghana, Nigeria, Kenia, Ruanda, Uganda) beschäftigen sich konkret damit, wie ein Einstieg in die Kernenergie zu realisieren ist. Länder wie Ägypten, Ghana und Südafrika nehmen dabei auch SMR in den Blick.

In Ägypten werden am Standort El Dabaa vier russische Reaktorblöcke (WWER-1200) gebaut. Die Baugenehmigungen sind erteilt, Arbeiten laufen, allerdings verzögert sich die avisierte Inbetriebnahme: Block 1 soll aktuellen Planungen zufolge 2028 (statt 2026) in Betrieb gehen.